Sofort stressfrei: 15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Achtsamkeitsübungen

Stress, Ängste und belastende Gefühle gehören zu den größten Gefahren des 21. Jahrhunderts.

Immer mehr Leute bewegen sich in ihrem stressigen Alltag geradewegs in’s Burn-out und in die Depression.

Und das Schlimme: Die meisten merken nicht einmal die ersten Anzeichen und Warnsignale ihres Körpers…und wundern sich, wieso sie häufig ausgelaugt, lustlos und schlecht drauf sind.

Wenn auch du viel Stress hast und innerlich oft unruhig bist, oder einfach bewusster mit dir selbst und dem Leben werden willst, dann ist dieser Beitrag genau für dich.

Denn es gibt eine effektive Lösung gegen Stress und Unwohlbefinden, die sofort hilft.

Immer mehr wissenschaftliche Studien (besonders aus der Neurowissenschaft) belegen die Wirkung von Achtsamkeitsübungen gegen Stress. Achtsamkeit verändert das Gehirn, löst Stressmuster und wirkt sich bis auf die Gen-Ebene positiv aus!

In diesem Artikel verrate ich dir 15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen, mit denen du Stress bewiesenermaßen innerhalb kürzester Zeit einfach loswirst. Und zwar langfristig!

Meditation Steine Sofort stressfrei: Meditation Steine
15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen für den Alltag

Die meisten der Übungen sind kurze Achtsamkeitsübungen. Das heißt du kannst sie überall und jederzeit im Alltag anwenden. Schau sie dir in Ruhe an und suche dir ein paar Übungen raus, die du nach dem Lesen ausprobierst.

Falls du zuerst mehr über die Wirkung von Achtsamkeit und die Gefahren eines unachtsamen Lebens erfahren willst, habe ich dazu in Kürze einen Artikel für dich, den ich hier verlinken werde.

Jetzt legen wir aber erstmal mit den Übungen los. Wenn du dir jeden Tag einige Minuten Zeit für diese Übungen nimmst und sie in deinen Alltag integrierst, wirst du schnell positive Änderungen bemerken.

Je achtsamer du wirst, desto:

  • weniger Stress erlebst du
  • besser wirst du deine Gedanken und Gefühle wahrnehmen
  • fokussierter und produktiver bist du am Alltag
  • mehr Einfluss hast du auf dein Leben

Am Ende des Artikels habe ich dir einen kostenlosen Achtsamkeitsübungen Download als Broschüre bereitgestellt, den du dir runterladen und ausdrucken kannst. Hier kommst du zur Broschüre.

Wichtige Erkenntnis: Im Leben kommt es nicht immer darauf an, was wir tun, sondern wie wir es tun. Wenn wir Dinge achtsam tun, steigern wir die Qualität unseres Lebens dadurch drastisch.
Eine Sache noch: Bevor du mit den Übungen loslegst, hör dir diese kurze Audio-Spur an. Dort erfährst du, wie du das meiste aus den Übungen herausholst und den #1 Fehler vermeidest, denn viele Menschen mit Achtsamkeitsübungen machen.

1. Der Atem-Anker Atem Anker

Deine Atmung ist der mit Abstand wichtigste Ansatzpunkt für Achtsamkeit und Entspannung überhaupt.

Wieso? Weil dein Stresslevel und Gemütszustand eng mit deiner Atmung verbunden sind.

Wenn du lernst durch bewusstes Atmen achtsamer zu werden, wirst du Stress, Ängste und Sorgen in sekundenschnelle los.

Anleitung:

1. Sitze oder stehe mit aufrechtem Rücken und entspanne deine Schultern bewusst

2. Schließe deine Augen und lege deine Hand auf den Bauch

3. Richte deine volle Aufmerksamkeit auf deinen Atem: Atme tief durch die Nase in den Bauch ein. Fühle, wie die Atemluft durch die Nase fließt, mühelos in deinen Körper einströmt, dein Bauch sich weitet und die Luft sich in deinem Körper verteilt. Spüre beim Ausatmen, wie die Luft wieder aus dem Bauch herausfließt , die Bauchdecke sich wieder senkt und wie der Luftstrom durch deine Nase nach Außen strömt.

Nimm auf diese Art 10 bewusste Atemzüge. Stelle dir 1-3 mal am Tag mit deinem Handy einen Wecker, der dich an den Atem-Anker erinnert.

2. Der Achtsamkeits-Starter-Boost Power Schalter

Achtsamkeit am Morgen ist wohl die einfachste und schnellste Methode, den Tag direkt in einem fokussierten und entspannten Zustand zu starten.

Die meisten Menschen hören Morgens zuallererst ihren schrillen Wecker, hängen ein bisschen am Handy ab, eilen dann hektisch ins Bad, schaufeln sich ihr Frühstück rein und eilen los zur Arbeit/Uni/Schule.

Wenn du schon morgens hektisch, gestresst und vom Handy abgelenkt in den Tag startest, wie wird wohl dann der Rest des Tages ablaufen?

Richtig. Sehr ähnlich.

Tu das deswegen nicht, und starte stattdessen Folgendermaßen.

Anleitung:

1. Bleib nach dem Aufwachen 2-3 Minuten mit offenen Augen im Bett liegen. Schaue dir die Decke deines Zimmers an. Wie sieht sie aus? Erkennst du bestimmte Muster? Flecken? Besonderheiten?

2. Setz dich aufrecht an deine Bettkante und fühle als nächstes deinen Atem. Verändere deinen Atem nicht. Beobachte nur, wie der Atem natürlich abläuft. Ist er schnell oder langsam? Atmest du durch in den Bauch oder in die Brust? Fühlt sich die Luft kühl oder warm an?

3. Spüre in deinen Körper hinein. Wie fühlt er sich an? Wo fühlt er sich gut an? Wo fühlt er sich verspannt an? Schenke deinem Körper für 1-2 Minuten volle Aufmerksamkeit.

4. Beobachte welche Gedanken und Emotionen am Morgen in dir aufsteigen. Nimm sie einfach nur wahr und schaue sie dir an, ohne sie zu bewerten.

5. Nimm die durch Achtsamkeit generierte innere Ruhe und Entspannung mit in den Tag.

3. Den Körper kennen Meditation Körper

Häufig nehmen wir unseren Körper nur dann wahr und sind ihm gegenüber nur dann achtsam, wenn wir schmerzen haben.

Forscher haben bewiesen, dass Achtsamkeit am Körper nicht nur Entspannung bringt, sondern auch Heilungsprozesse beschleunigt.

Nutze deshalb diese Form der Achtsamkeit, um deinen Körper mit Energie zu versorgen. Alles was du tun musst, ist deinem Körper im Alltag etwas mehr Beachtung zu schenken. Nimm dir für diese Übung 2-3 Minuten Zeit.

Anleitung:

1. Sorg dafür, dass deine Wirbelsäule aufrecht ist. Es ist egal ob du stehst, sitzt oder liegst.

2. Leg deinen Fokus für 1-2 Minuten auf ein Körperteil deiner Wahl. Wie fühlt es sich an? Bewege dieses Körperteil in verschiedene Richtungen. Wie fühlt sich das an? Welche Muskeln arbeiten für die Bewegung dieses Körperteils?

3. Leg den Fokus auf deine gesamte Körperhaltung. Wie ist deine Haltung? Welche Muskeln sind angespannt? Welche sind entspannt?

4. Besonders effektive Übung: „Scanne“ deinen Körper mental von Kopf bis Fuß und gehe dabei in alle Körperteile. Das heißt: Beim Kopf fängst du am Haaransatz an, gehst zur Stirn, zu den Augenbrauen, zur Nase, den Wangenknochen, Ohren Lippen, bis hin zum Hals und so weiter. Bis du bei deinen Zehenspitzen angekommen bist.

4. Der 3-Minuten Taucher  tauchen

Diese Übung hilft dir, aus dem täglichen (Gedanken-) Chaos auszubrechen und in den einzigen Moment einzutauchen, der die Gelassenheit und Entspannung bringt – den jetzigen Moment.

Anleitung:

1. Unterbrich deine jetzige Tätigkeit und fokussiere dich auf den jetzigen Moment und die Situation.

2. Aktiviere deine Sinne. Was siehst du? Was hörst du? Nimmst du bestimmte Gerüche war? Was fühlst du in diesem Moment? Welchen Geschmack hast du im Mund? In diesem Schritt trainierst und schärfst du deine Sinne.

3. Fokussiere dich für einige Momente auf deine Gedanken. Was denkst du gerade? Sind es positive oder negative Gedanken. Ändere und bewerte deine Gedanken nicht, sondern beobachte sie einfach nur und nimm sie wahr.

4. Optional: Stelle dir einen Wecker zur Erinnerung an die Übung und mache den 3-Minuten Taucher wenn möglich einige Male am Tag.

[BONUS] 4 Übungen um negative Gedanken und Gefühle sofort zu stoppen, die du jederzeit und überall machen kannst. Klicke hier und hol dir jetzt den kostenlosen Guide! (So legst du die Grundlage dafür, dich innerhalb kürzester Zeit dauerhaft von Negativität zu befreien)

Wenn dich negative Gedanken oft plagen und belasten, dann schau dir mal meinen Artikel Negative Gedanken loswerden in weniger als 60 Sekunden an. Hier erfährst du, wie du dich in kürzester Zeit von negativen Gedanken befreist.

5. Ein Bissen Achtsamkeit  essen

*Schling mjam mjam schmatz* „Und was gibts bei dir so neues?“ *runterschling*
„Ach was du nicht sagst“.

Viele Menschen schlingen, stopfen und schauen dabei Fern. Kauen ist doch überbewertet, wer hat dafür noch die Zeit?!

Schmecken wir unser Essen überhaupt noch in dieser Eile? Nehmen wir es überhaupt noch wahr?

Ein buddhistisches Sprichwort besagt:

  • Achtsam essen = achtsam leben
  • Achtsam leben = gut leben

Deshalb hier eine einfache und effektive Übung dazu.

Anleitung:

1. Schenke deinem Essen deine ganze Aufmerksamkeit. Schau dir den Bissen auf deiner Gabel genau an. Welche Form hat das Essen, welche Farbe, wie ist der Geruch? Welche Konsistenz hat es und wie verändert sie sich beim Kauen? Wie ist der Geschmack und wie der Nachgeschmack?

2. Alternativ: Nimm nur den ersten Bissen jeder Mahlzeit mit maximaler Aufmerksamkeit zu dir und achte auf die Dinge in Schritt 1.

3. Zusatz: Trinke Wasser achtsam. Spüre, wie sich die Flüssigkeit in deinem Mund anfühlt, wie sie beim Schlucken in deinen Körper hineinfließt und dich von innen belebt.

6. Eine digitale Schweige-Stunde laptop ausschalten

In unserer heutigen Zeit sind wir mehr Sinnesreizen ausgesetzt, als je zuvor. Man wird mit Werbung von allen Seiten zugeballert, im Radio, TV, Online oder draußen.

Ständig piept, klingelt und leuchtet irgendetwas. Egal wo man ist. Dieser Ozean an Reizsignalen trägt stark zur Stressbelastung bei. Je stärker deine Sinne mit Reizen überflutet werden, desto schneller verliert man die innere Ruhe und Fokus.

Man kann dem nicht immer vollständig entkommen. Aber es gibt eine einfache und effektive Methode, um deinen Sinnen eine Pause zu gönnen.

Anleitung:

1. Wähle eine Uhrzeit am Tag, an der du alle deine technischen Geräte für 1 Stunde ausschaltest. Handy, Telefon, Computer und Fernseher ausschalten (ja auch das Tablett ;).

2. Extra-Tipp: Mach die digitale Schweige-Stunde am Besten in der ersten Stunde nach dem Aufwachen, oder in der letzten Stunde vorm Schlafengehen. In diesen Zeiten ziehst du den größten Nutzen aus der Übung. So startest du morgens achtsam in den Tag und schläfst Abends besser ein.

3. Alternative: Wenn dir das zunächst zu schwer fällt (was bei mir anfangs zugegebenermaßen der Fall war), dann fange erstmal an die technischen Geräte für 20 Minuten auszuschalten und steigere dich langsam nach oben.

7. Warten ohne zu warten Sanduhr

Liebst du:

  • rote Ampeln?
  • laaange Warteschlagen vor der Kasse am Supermarkt?
  • Wartezeiten beim Arzt oder im Bürgeramt?
  • Freunde, die sagen sie brauchen noch 5 Minuten länger und erst 30 Minuten später antanzen?

Nope, ich auch nicht! Warten kann nervig sein.

Und genau deshalb nutzen wir von nun an diese Momente, um uns in Achtsamkeit zu üben.

Anleitung:

1. Fühle beim Warten, ob Ungeduld, Langeweile oder Nervosität in dir hochkommt.

2. Spüre genau in dieses Gefühl hinein und schaue was passiert.

3. Nachdem du deine Aufmerksamkeit dem Gefühl gewidmet hast, lege den Fokus auf deinen Körper. Wie fühlt er sich an? Bist du verspannt? Wenn ja, dann entspanne die jeweilige Körperstelle bewusst.

Aktions-Tipp:

Eine weitere Methode um das Warten zu einem Zustand des Schaffens und der Entwicklung zu machen, ist positives Denken. Mithilfe der Macht von positivem Denken kannst negative Gedanken, Bedrücktheit, Verspannungen und Nervosität einfach hinter dir lassen. Und das ist nicht mal schwierig, wenn man weiß, wie es geht. Wenn du dich in Wartezeiten darin üben möchtest, dann schau dir am Besten noch diesen Artikel an: Positiv denken lernen: Wie du dauerhaft glücklich und optimistisch wirst.

8. Spüre die Gravitation beim Gehenachtsames gehen

Wenn man sich auf der Straße mal so umschaut, sieht man viele Menschen mit langen Gesichtern hektisch von A nach B huschen.

Mach das nicht, denn dadurch verpasst du viele schöne Dinge und eventuell auch Begegnungen mit Menschen.

Was ist das Geniale an dieser Achtsamkeitsübung? Wir gehen sowieso ständig und können uns mit dieser Übung ohne extra Zeitaufwand in Gelassenheit üben, um Kräfte auftanken.

Alles was du tun musst, ist auf eine andere Art und Weise zu gehen.

Anleitung:

1. Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Tätigkeiten des Gehens. Fühle, wie deine Füße auf dem Boden auftreten. Spüre, wie erst deine Ferse, dann dein Ballen und schließlich deine Zehenspitzen auf dem Boden aufkommen. Fühle, wie deine Füße bei jedem Schritt von der Gravitation angezogen werden.

2. Wie fühlt sich der Boden an? Ist er trocken, naß, eben, steinig, hart, oder weich?

3. Lenke deine Aufmerksamkeit nun zusätzlich noch auf deinen Atem und bringe den Rhythmus deiner Schritte mit der Atmung in Einklang. Bei jedem Schritt.

4. Variation: Zähle die Schritte und ändere nach 2 Minuten deine Gehtechnik.

Extra-Tipp:

Für noch mehr Tipps und Techniken, wie man dauerhaft in jeder Situation gelassen und glücklich reagiert, schau dir mal diesen Artikel noch an:
Gelassenheit lernen: 6 starke Tipps für mehr innere Ruhe und Zufriedenheit.

9. Gewöhnliche Tätigkeiten anders machen neue Herangehensweise

Die meisten Dinge, die wir im Alltag tun, laufen völlig automatisch ab. Bei Achtsamkeit geht es darum, automatische Dinge bewusst zu machen, um auch selbst immer bewusster zu werden.

Anleitung:

1. Suche dir eine alltägliche Situation aus und mache sie bewusst anders. Zum Beispiel Zähneputzen.

Wenn du ein Rechtshänder bist, putze deine Zähne mit Links. Dadurch wirst du automatisch achtsam, weil sich die neue Herangehensweise zunächst komisch oder ungewohnt anfühlt.

10. Aus der Sicht eines Kindes achtsames Kind

Wir Erwachsenen meinen oft die Welt genau zu verstehen und zu wissen, wie alles läuft. Dem ist aber meist nicht so.

Kinder hingegen betrachten die Welt mit neugierigen und offenen Augen. Sie beobachten die kleinen Dinge des Alltags mit großer Achtsamkeit und haben viel Spaß daran.

Übrigens: Viele der großartigsten Erfindungen und Entdeckungen aus der Welt wurden von achtsamen Menschen gemacht, welche die Dinge aus der unvoreingenommenen Sicht eines Kindes betrachtet haben.

Anleitung:

1. Betrachte eine Situation, oder ein Problem aus der Sicht eines achtsamen Kindes. Ein Kind, dass die Situation nicht anhand früherer Erfahrungen bewertet…

…sondern sie einfach genau so sieht, wie sie im Moment ist.

2. Nimm wahr, wie sich diese Situation oder das Problem aus dieser neuen Perspektive anfühlt.

11. Wu Wei: Bewusstes Nichts-tun bewusst nichts tun

Die meisten Menschen sind im Alltag pausenlos beschäftigt oder abgelenkt. Immer tun sie etwas. Meistens handeln sie dabei zwanghaft und können nicht mal für einen kleinen Moment abschalten.

Je beschäftigter und hektischer du bist, desto unbewusster wirst du und desto weniger nimmst du vom Leben wahr.

Um in dieser Hektik eine Pause zu finden, nutze Wu Wei (bewusstes Nichts-tun), eine wirkungsvolle chinesische Praktik des Taoismus.

Anleitung:

1. Leg dich hin, setz dich oder stehe. Nimm dir 5 Minuten Zeit und tue bewusst NICHTS. Keine Ablenkung. Du musst auf nichts achten. Tue einfach nichts.

2. Nimm wahr, wie sich das Nichts-tun anfühlt.

12. Dinge bewusst langsamer machen entschleunigen

Erstaunlich: Wir entwickeln ständig neue Technologien, die unser Leben effizienter machen. Um Zeit zu sparen. Damit wir noch mehr schaffen.

Wozu führt das?

Wir nehmen diese angesparte Zeit und machen noch viel viel mehr. Wir arbeiten länger. Wir packen mehr Dinge und Erlebnisse in weniger Zeit.

Das hat durchaus Vorteile, aber auch einen riesigen Nachteil: Hektik, kaum Ruhe, keine Zeit um Gedanken und Gefühle zu ordnen.

Anleitung:

1. Such dir eine Zeit am Tag aus, an der du Dinge bewusst langsamer machst. Fang an die bewusste Langsamkeit für 5 Minuten zu praktizieren und steigere dich langsam nach oben. Bis du eine Zeit gefunden hast, die sich für dich richtig anfühlt.

2. Tu diese Dinge bewusst langsamer und schenke ihnen deine gesamte Aufmerksamkeit und Präsenz.

Extra-Tipp:

Langsamkeit ist der Schlüssel um Stress und Ballast abzuwerfen. Wenn du mehr darüber erfahren willst, wie man alten Schmerz, negative Gefühle und Ballast in Form einer schmerzhaften Vergangenheit in Leichtigkeit und Liebe loslassen kann, dann schau dir noch diesen Artikel an: Loslassen lernen: Wie du negative Gefühle & Ballast einfach loslässt.

13. Die 3er Combo heilige Dreieinigkeit

Das ist eine meiner Lieblingsübungen. Keine großen Erklärungen, let’s go zur Übung.

Anleitung:

1. Such dir 3 kleine Tätigkeiten aus deinem Alltag heraus und tu sie achtsam. Ganz egal welche.

2. Beispiel:
(1) Wenn du das Haus verlässt, nimm 3 tiefe und bewusste Atemzüge
(2) Wenn du den Klodeckel zuklappst, tu es achtsam (ja, Achtsamkeit funktioniert mit Allem 😉
(3) Immer wenn du vor einer roten Ampel stehst, fokussiere dich komplett auf die Farbe der Ampel.

3. Beachte: Egal welche 3 Dinge du dir aussuchst, fühle wenn möglich alle deine Sinne, deinen Atem und deinen Körper, während du diese Kleinigkeiten achtsam ausführst.

14. Entdecke eine kleine Welt Welt entdecken

Diese Übung hast du als Kind wahrscheinlich instinktiv sehr oft gemacht.

Anleitung:

1. Suche dir ein Objekt, am besten aus der Natur. Zum Beispiel ein Blatt, ein Grashalm oder ein Stein.

2. Und jetzt betrachte diesen Gegenstand ganz genau. Dreh ihn herum, betrachte ihn von der Seite, halte ihn gegen das Licht. Schau ihn dir von nah und von weit weg an. Welche Strukturen kannst du auf der Oberfläche erkennen? Siehst du die kleinen Muster auf der Oberfläche? Welche Linien, Ecken, Farben und Unebenheiten kannst du entdecken? Wie fühlt er sich an? Hart, weich, glatt, faserig?

3. Bestaune die kleine Welt dieses Objekts für einige Minuten.

15. Dein Finger zeigt dir den Weg folge deinem Finger

Diese Achtsamkeitsübung kannst du wirklich überall und zu jeder Zeit machen. Alles was du brauchst: Ein Finger.

Anleitung:

1. Such dir einen deiner Finger aus und betrachte ihn aufmerksam. Was erkennst du? Wie sieht der Fingernagel aus? Wie steht es mit der Knochenstruktur und die Farbe des Fingers? Wie ist die Beschaffenheit der Haut?

2. Nimm deine Gedanken und Gefühle dabei wahr. Was denkst du gerade? Wie fühlst du dich?

16. Nachts der Stille lauschen Nachtmond

Diese Übung mache ich jeden Abend. Sie entspannt und hilft besonders, wenn du abends viele stressige Gedanken hast und schlecht einschläfst.

Wir haben vorhin schon über die Reizüberflutung gesprochen und wie dadurch Stress ausgelöst wird.

Die wohl stärkste Überflutung verursachen Geräusche. Dadurch, dass wir so vielen Geräuschen und Lärm ausgesetzt sind, filtern wir viele Geräusche automatisch aus. Wir nehmen die kleinen Geräusche nicht mehr wahr.

Anleitung:

1. Setz dich an’s Fenster, oder liege im Bett. Ganz egal.

2. Schließe deine Augen und lausche der Stille der Nacht. Achte darauf, welche Geräusche du wahrnehmen kannst. Zähle die Anzahl der verschiedenen Geräusche.

3. Wenn es komplett still ist, dann höre genau in diese Stille hinein. Wie fühlst du dich dabei?

4. Schaue als nächstes in die Dunkelheit der Nacht. Was erkennst du? Wie fühlt sich das an?

Fazit 

Jetzt ist es an der Zeit diese simplen, aber wirksamen Achtsamkeitsübungen auszuprobieren. Du musst nicht alle Übungen machen. Starte einfach mit 1-2 Übungen, die dir gefallen.

Um es für dich unkompliziert zu machen: Ich habe hier eine kleine kostenlose Achtsamkeitsübungen Anleitung PDF erstellt, in der die Übungen zusammengefasst sind.

kostenlose Achtsamkeitsübungen

Die Broschüre enthält außerdem noch zusätzlich 2 kraftvolle Bonus-Übungen, die nicht in diesem Beitrag enthalten sind.

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5 Kommentare

  • Lieber Robert, danke für diesen informativen und umfassenden Artikel! Die Übungen sind hilfreich und einfach umzusetzen. Bitte mache weiter so, geniale Seite und auch die anderen Artikel sind ganz wundervoll und hilfreich, wir empfehlen deine Seite sehr gerne weiter !!! Danke, danke, danke!!!

    Antworten
    • Vielen lieben Dank!
      Ich freue mich über euer tolles Feedback. Schön, dass die Inhalte euch gefallen. Sie sind darauf angelegt einfach, praktisch und effektiv zu sein 🙂
      Alles Beste wünsch ich!
      Robert

      Antworten
  • Ein toller Artikel! Genau dass, was die Menschen heute benötigen!!
    Entschleunigen fand ich besonders toll, geht mich auch etwas an ;-).
    Und einfach mal NICHTS tun: I love it !!
    Vielen Dank!
    Herzliche Grüsse
    Rosmarie

    Antworten
  • Hallo Robert,

    mega dieser Artikel. Wirklich sehr starke Dinge dabei. Selbst habe ich es schon mit einigen versucht. Vor allem das langsame Essen ist sehr wirkungsvoll. Allerdings eine wirkliche Herausforderung im langfristigen Sinne, weil immer mal wieder etwas anderes vermeintlich schnell erledigt werden will.

    Beste Grüße,
    Gerd

    Antworten
    • Hallo Gerd,

      Danke dir. Super, dass du die Übungen gleich umsetzt! Du hast recht. Der Weg zur Achtsamkeit erfordert ständige Achtsamkeit. Das lernt man aber mit der Zeit. Und wenn du diesen Dauerzustand der Achtsamkeit erstmal einmal erreicht hast, dann willst du den für nichts in der Welt wieder hergeben wollen. Das kannst du mir aber glauben 😉 Das Leben sieht dann einfach komplett anders aus. So positiv, dass kann man nur verstehen, wenn man es selbst erlebt. Du bist auf dem besten Weg dahin, wie ich das sehe.

      Beste Grüße und weiter so,
      Robert

      Antworten

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