Negative Gedanken loswerden: In weniger als 60 Sekunden

negative Gedanken

Viele Menschen kämpfen täglich mit ihren negativen Gedanken. Die meisten wissen nicht, wie sie aus ihren endlosen Gedanken-Spiralen wieder herauskommen können.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine negativen Gedanken mit der Gedanken-Transformator Methode loswirst und zwar in weniger als 60 Sekunden.

Sobald du ein bisschen Übung mit dieser Methode hast, wirst du negative Gedanken sogar noch schneller los.

Wenn du direkt zur Übung der Methode kommen willst, klicke hier.

Als Hilfe für die Übung der Methode, kannst du dir diese Audio-Spur anhören.

Falls du erst mehr über die Ursachen von negativen Gedanken erfahren willst, klicke hier.

Außerdem zeige ich dir in diesem Artikel noch die gravierendsten Fehler, die Leute machen, wenn sie negative Gedanken loswerden wollen.

Am Ende habe ich dir noch meine Checkliste angehängt, die du dir ausdrucken kannst. Immer wenn du negative Gedanken hast, einfach Checkliste zur Hand nehmen, kurz bearbeiten und negative Gedanken schnell loswerden.

3 Gefahren des negativen Denkens

In diesem Abschnitt werde ich dir kurz verraten, warum es so wichtig ist negative Gedanken loszuwerden.

Gefahr #1: Du wirst zu dem was du denkst

Du bist was du denkst

Deine Gedanken bestimmen dein Leben. Das, was in deinem Kopf vorgeht, bestimmt wie gut bzw. wie schlecht du dich fühlst. Wenn du negativ denkst, dann wirst du dich negativ verhalten und dein gesamtes Leben wird unnötig kompliziert.

Buddha sagte damals schon:
„Du bist was du denkst. Alles, was du bist, entsteht aus deinen Gedanken. Mit deinen Gedanken formst du deine Welt.“

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, Buddha hatte vollkommen recht. Je negativer du über dich denkst, desto steifer und verspannter wirst du. Deine Beziehungen werden problematischer, du erreichst weniger im Beruf, du fühlst dich ausgelaugter.

Wenn du dir einredest „ich kann dieses und jenes nicht“, dann wirst du es auch nicht können. Und miserabel geht’s dir außerdem noch dazu.

Wir fassen das in 3 Erkenntnisse zusammen:

  1. Deine Gedanken bestimmen deinen Gefühlszustand und damit dein Leben
  2. negative Gedanken = schmerzhafte Gefühle = schlechtes Leben
  3. positive Gedanken = gute Gefühle = geiles Leben

Erkennst du was das bedeutet?

Dein Gemütszustand ist KEIN Zufall und du allein bist dafür verantwortlich, wie du dich fühlst. Nicht andere Menschen, nicht irgendeine Situation, sondern nur du.

Merke: Wenn dir etwas an deinem Leben nicht passt, dann musst du zuerst immer an deinen Gedanken arbeiten. Danach passen sich die äußeren Umstände automatisch an.

Gefahr #2: Negative Gedanken machen krank

negative Gedanken machen krank

Immer mehr wissenschaftliche Studien belegen, dass sich negative Gedanken erst auf die Psyche und dann auf den Körper krankhaft auswirken.

Erste Warnzeichen für unbewusste negative Gedanken in dir:

  • Ständig müde sein
  • Hoher Schlafbedarf
  • Am Morgen gerädert aufwachen
  • Antriebslosigkeit
  • Lustlosigkeit
  • Viel Stress im Alltag
  • Starker Wunsch nach Unterhaltung und Ablenkung
  • Ein Gefühl von Machtlosigkeit
  • Häufige Probleme in persönlichen Beziehungen
  • Häufiges Auftreten von Erkältungen
  • Verspannungen im Rücken und Nacken

Forscher haben außerdem festgestellt, dass chronisches Negativ-Denken nicht nur körperliche Krankheitssymptome auslösen und verstärken kann, sondern auch in die Depression führt.

Lass dich jedoch nicht beunruhigen, wenn du diese Symptome an dir erkennst. Denn erst wenn du sie bewusst wahrnimmst, kannst du sie wieder ändern.

[BONUS] 4 Übungen um negative Gedanken und Gefühle sofort zu stoppen, die du jederzeit und überall machen kannst. Klicke hier und hol dir jetzt den kostenlosen Guide! (So legst du die Grundlage dafür, dich innerhalb kürzester Zeit dauerhaft von Negativität zu befreien)

Gefahr #3: Negative Gedanken ziehen mehr Negatives in dein Leben

negative gedanken ziehen negatives an

Das Fiese an negativen Gedanken ist, sie kommen selten allein. Je öfter und intensiver du negative Gedanken hast, desto mehr Negativität ziehst du in dein Leben.

Studien haben ergeben, dass wir pro Tag ungefähr 60.000 Gedanken denken. Kannst du dir vorstellen, wie du dich wohl fühlst, wenn der Großteil dieser Gedanken negativ ist und weitere negative Gedanken zum Wirken bringt?

Gefahr:
Wenn sich ein Mensch erst einmal auf das Negative im Leben eingestellt hat, dann sucht und findet er an JEDER erdenklichen Situation immer das Schlechte. Die Folge davon ist ein Leben immer tiefer in die Abwärtsspirale, in der alles schwieriger, bedrückender und schmerzhafter wird. 

Negative Gedanken – die Ursachen

Wir Menschen können echt glücklich sein. Mutter Natur hat uns den besten Supercomputer geschenkt, den es auf dem Markt gibt – und zwar unser Gehirn.

Deine Gedanken sind dabei die Programme, die diese Super-Maschine zum Arbeiten bringen. Je nachdem, welche Programme du installierst, wird dein Computer entsprechend arbeiten.

Negative Gedanken sind dabei nichts weiter, als schädliche Programme, die im Hintergrund operieren und dein Leben sabotieren.

Hier ein paar Beispiele der geläufigsten negativen Gedanken-Software:

  • Immer habe ich Pech
  • Keiner mag mich
  • Ich werde immer übersehen
  • Mir gelingt nichts
  • Ich bin wertlos
  • Ich bin hässlich
  • Das Leben ist schwierig
  • Meine Meinung ist unwichtig
  • Ich darf meine Gefühle nicht zeigen
  • Ich darf keine Fehler machen, sonst werde ich bestraft

Solche Gedanken (Überzeugungen, Meinungen, Einstellungen) entstehen aus der Bewertung und Verarbeitung früherer Erlebnisse.

Sie ziehen sich durch dein gesamtes Leben, bestimmen deinen Gemütszustand, dein Handeln und dadurch auch dein Leben.

Und das schlimmste an der Sache: Dein Verstand sucht im Alltag immer eine Bestätigung dieser Glaubenssätze, wodurch diese destruktiven Denkweisen noch weiter bestärkt werden.

Das Beste, was du für dich überhaupt nur tun kannst:

Verabschiede dich von diesen negativen Glaubenssätzen und erschaffe dir positive Gedanken. Gleich jetzt. Ich verspreche dir, du wirst dich wundern, wie schnell dein Leben sich zum Besseren wenden wird.

Negative Gedanken loswerden:
In weniger als 60 Sekunden
mit dem Gedanken-Transformator

Gedanken-Transformator Methode

Okay, jetzt geht’s ans eingemachte. Ich zeige dir jetzt, wie ich viele meiner eigenen negativen Gedanken im Handumdrehen losgeworden bin. Und das, obwohl ich der wahrscheinlich größte Pessimist aller Zeiten gewesen bin.

Schon beim Aufstehen morgens habe ich angefangen mir auszumalen, wie schlecht der Tag werden wird. Dementsprechend waren die Tage miserabel. Diese Negativität hat sich durch Wochen, Monate, Jahre gezogen…

…bis ich angefangen habe diese Methode zu benutzen.

Nimm dir 5 Minuten Zeit und leg direkt los. Let’s go.

1. Negative Gedanken erkennen

Wenn du negative Gedanken loswerden willst, musst du  zuallererst erkennen, dass du in negativen Gedankenmustern operierst.

Denn nur das, was du erkennst, kannst du auch verändern.

Mit einem gestärkten Bewusstsein werden dir die Momente und Situationen klarer, in denen negative Gedanken in dir hochkommen.

Zu Beginn ist das Schwierigste an der ganzen Sache, die negativen Gedanken zu erkennen. Denn meist sind sie gut versteckt.

Darum empfehle ich dir dein Bewusstsein zu schärfen.

weiterführender LinkWie du das am besten und schnellsten schaffst, verrate ich dir hier in meinem Artikel Sofort stressfrei: 15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen für den Alltag.

Merke: Je stärker dein Bewusstsein dir gegenüber, desto leichter erkennst du negative Gedanken und kannst sie auch loswerden. Mit ein bisschen Übung wirst du jeden Tag bewusster und lernst schnell deine Gedanken zu beeinflussen, um dein Leben nach deinen eigenen Wünschen zu gestalten.

Extra-Tipp: Schreib den negativen Gedanken, den du loswerden willst, auf. Dadurch wirst du dir diesem bewusster. Nutze dazu das Cheat-Sheet.

2. Negative Gedanken akzeptieren und beobachten

Alles klar, du hast einen deiner negativen Gedanken wahrgenommen und weißt das er da ist. Was nun?

Folgendes: anstatt ihn wegzudrücken (was übrigens ein großer Fehler ist!!!) machst du folgendes. Du akzeptierst den Gedanken.

Denn es gilt folgende Regel:

Alles was du unterdrückst, kommt mit doppelt und 3-facher negativer Energie wieder in dir hoch. Garantiert!

Beachte deshalb folgende 2 Dinge:

  1. Den Gedanken zu 100% akzeptieren
  2. Den Gedanken beobachten

Übrigens: Wenn du bewusster wirst, ziehst du besonders am Anfang viele negative Gedanken ans Tageslicht. Das kann vielleicht erschreckend sein, weil du erstmal denkst, mehr Negativität im Leben zu haben als vorher.

Das ist jedoch falsch! Diese negativen Gedanken haben immer in dir gesteckt. Du hast sie lediglich aus dem Unterbewusstsein herausgezogen. Erst an der Oberfläche, können sie in positive Gedanken verwandelt werden.

Merke: Freue dich jedes Mal, wenn du einen weiteren negativen Gedanken entdeckst. Das zeigt, dass du jeden Tag bewusster wirst.

3. Negative Gedanken hinterfragen

Nachdem du den negativen Gedanken genauer unter die Lupe genommen hast, hinterfragst du ihn. Gehe an diesem Punkt ins Detail. Stell dir folgende Fragen:

  • Woher kommt der Gedanke?
  • Warum habe ich diesen Gedanken?
  • Warum kommt dieser Gedanke jetzt?
  • Welchen Nutzen bringt mir dieser Gedanke?
  • Stimmt dieser Gedanke wirklich?
  • Gibt es auch eine andere Perspektive?
  • Kann man das auch anders sehen?
  • Welche Gründe kann ich finden, dass dieser Gedanke totaler Schwachsinn ist?

Merkst du was hier passiert? 

Wir machen genau das Gegenteil von dem, was fast alle Menschen falsch machen. Wir bewegen uns nicht weg vom negativen Gedanken, sondern wir schauen ihn uns im Detail an.

Dieser Schritt ist unglaublich wichtig und effektiv. Denn er trainiert dein Gehirn darauf positiv zu denken.

Du erinnerst dich sicherlich noch: Positive Gedanken = gute Gefühle = super Leben

Nimm dir für diesen Schritt deswegen so viel Zeit wie du brauchst. Es lohnt sich!

Aktions-Tipp:

Wenn du das positive Denken meistern willst, um negative Gedanken, Bedrücktheit, Verspannungen und Nervosität noch einfacher abzuwerfen, dann lies dir meinen Artikel: Positiv Denken lernen: Wie du dauerhaft glücklich und optimistisch wirst durch.

4. Negative Gedanken durch Positive ersetzen 

In diesem Schritt transformieren wir den negativen Gedanken und verwandeln ihn in einen Positiven. Jedes Mal, wenn ein neuer negativer Gedanke hochkommt,
ersetzt du ihn mit einer vorbereiteten positiven Gegenreaktion.

Ein kleines Beispiel:

Wenn du große Angst davor hast Vorträge vor vielen Menschen zu halten, denkst du vielleicht:

„Ich werde scheitern. Alle Augen werden nur auf mich gerichtet sein. Ich werde mit zittriger Stimme den Vortrag abstottern und die Leute werden mein knallrotes Gesicht bemerken.“

Mit diesem Mindset kann der Vortrag gar nicht gut werden.

Wieso?

Weil du dir deine äußere Welt dadurch erschaffst, wie du innerlich über dich denkst.

Interessanter Fakt: Unser Gehirn denkt in Bildern. Oftmals kann es diese nur vorgestellten Bilder kaum von der Realität unterscheiden.

Wenn du solche (Fantasie)-Filme schiebst, erschaffst du dir damit reale negative Gefühle und dein Scheitern beim Vortrag wird viel wahrscheinlicher.

Mache das nicht und tu stattdessen folgendes:

Mach dir ein visuelles Bild davon, wie du mit Leichtigkeit einen Vortrag hältst und wie dein Publikum dir gespannt zuhört und dir am Ende applaudiert. Spüre, wie gut du dich dabei fühlst.

Nimm diese positiven Gefühle mit und erschaffe aus ihnen positive Gedanken.

In diesem Fall ist dein positiver Gegengedanke:

„Ich lege einen geilen Vortrag hin. Die Augen werden auf mich gerichtet sein und ich werde mein Thema mit Gelassenheit und Selbstbewusstsein vortragen.“

Erfolgreiche und ausgeglichene Menschen denken immer positiv und visualisieren stets ihren Erfolg, niemals ihr Scheitern. Das bestärkt sie und verleiht ihnen ein maximales Selbstbewusstsein. Erfolge beginnen stets im Kopf.

5. Wachsam bleiben und bewusst weiter positive Gedanken stärken

Jetzt musst du nur noch eines tun.

Wann immer der alte Gedanke wieder auftaucht und du dir dessen bewusst wirst, ersetzt du ihn durch den Positiven. Das tust du jedes einzelne Mal.

Zugegeben, das erfordert ein wenig Übung. Besonders, falls du den alten Gedanken schon länger mit dir herum trägst, wird er sich wahrscheinlich noch einige Male zeigen.

Hier ist deine Ausdauer gefragt. Wenn du ihm jedes Mal mit der positiven Gegenreaktion entgegentrittst, wird er sich schon bald auflösen. Garantiert. Beim ersten Versuch wird es vermutlich länger als 60 Sekunden dauern. Sobald du die Technik aber richtig beherrscht, wirst du Gedanken immer schneller los. Sogar in weniger als 30 Sekunden.

Damit du gleich ein bisschen Übung bekommst, habe ich eine kleine Audio-Spur für dich aufgenommen. Da gehen wir den Prozess der Methode schnell nochmal gemeinsam durch.

Die 3 fatalsten Fehler im Umgang mit negativen Gedanken

Fehler im umgang mit negativen Gedanken

Vermutlich gibt es niemanden, der diese Fehler öfter begangen hat als ich. Es kostete mich viele wertvolle Stunden meines Lebens diese Fehler immer und immer wieder zu begehen. Deshalb wünsche ich mir, dass du diese Fehler beim Umgang mit negativen Gedanken vermeidest.

Fehler #1: Den negativen Gedanken für Wahr halten

Wenn man unbewusst mit seinen Gedanken identifiziert ist, dann glaubt man ihnen vorbehaltlos. Verrückt, oder? Nur weil wir etwas denken, meinen wir es müsse deshalb auch automatisch zu 100% stimmen.

Wusstest du schon:
JEDER Gedanke, ob positiv oder negativ, ist antrainiert. Gedanken sind nämlich nichts Weiteres, als eine Ansammlung aller Daten, die dein Verstand gesammelt und für dich gespeichert hat.

Die meisten dieser Gedanken gehen ins Unterbewusstsein über, von wo sie aus im Stillen operieren.

Im Laufe unseres Lebens haben wir viele destruktive Glaubenssätze unbewusst aufgenommen, aus den verschiedensten Quellen:

  • Aus der Kindheit, von Eltern: („Mit dir gibt’s nur Scherereien.“ „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass man das nicht darf?“).
  • Lehrer: („Lass es bleiben, du wirst in Physik nie ein Genie“).
  • Nachrichten, die größtenteils von Krieg und Gewalt berichten: (subtile Aussage: „Die Menschen sind böse, man kann ihnen nicht trauen“)
  • Werbungen: (subtile Aussage: „Erst wenn du dieses Produkt kaufst, bist du attraktiv.“ „Dieses Produkt fehlt dir noch zum wahren Glück.“)

Diese Botschaften werden zwar nur subtil vermittelt, allerdings so oft in so vielen verschiedenen Formen wiederholt, dass wir sie irgendwann anfangen zu glauben. Meist ohne es je zu bemerken.

Deshalb darfst du negativ antrainierten Gedanken misstrauen. Solche einschränkenden Gedanken nutzen dir nämlich gar nichts.

Merke: Nur weil ein Gedanke in dir wirkt, heißt es nicht, dass er wahr ist und du ihm glauben musst. Ein Gedanke ist nur eine mögliche Perspektive von vielen 1000. Wähle immer einen bestärkenden Gedanken.

Fehler #2: Sich ablenken und schlechte Gefühle betäuben

negative gedanken ablenkung

Der Großteil der Menschen unserer Gesellschaft nehmen negative Gedanken überhaupt nicht mehr wahr. Sie haben sich antrainiert schlechte Gedanken, sobald sie auftauchen, sofort wegzuschieben und sich zu betäuben.

Die bewährtesten Ablenk-Methoden:

  • pausenloses Fernsehen
  • endlose Serien-Marathons
  • YouTube, Facebook und Internet-gesurfe bis der Arzt kommt
  • häufig Alkohol trinken
  • rauchen
  • Drogen nehmen
  • exzessive Partynächte
  • Computerspiele
  • Fastfood und stark zuckerhaltiges Essen
  • und noch viele mehr

Diese Dinge schaffen vielleicht kurzzeitige Linderung, lösen aber nicht die Ursache der negativen Gedanken. Und dann kommt da noch das schlechte Gewissen…

(Wer kennt das nicht? Es gibt noch so vieles zu erledigen, aber man zieht trotzdem schon die vierte Folge „The Big Bang Theory“ rein 😉)

Das heißt übrigens nicht, dass man sich nie was gönnen darf. Sei dir einfach dieser Ablenkungs-Strategien bewusst.

Merke: Je länger du dich ablenkst und vor negativen Gedanken fliehst, desto stärker werden sie.

Fehler #3: In kritischen Situationen die falschen Fragen stellen

Unser Gehirn ist schon ein erstaunliches Werkzeug. Wenn wir ihm eine Frage stellen, dann sucht es nach einer Antwort. Es sucht solange, bis es eine Antwort findet. Ist doch super, oder? Stimmt.

Das Ganze hat nur einen Haken.

Wir haben gelernt die falschen Fragen zu stellen. Kommen dir folgende Worte deiner inneren Stimme bekannt vor?

  • Warum passiert das immer mir?
  • Wie kann es sein, dass ich immer alles vermassele?
  • Wieso schaffen das alle anderen, aber ich kriege das mal wieder nicht hin?
  • Wieso ziehe ich das Pech magisch an? Das war ja mal wieder klar.
  • Wieso habe ich nur einen Korb von ihr/ihm bekommen?
  • Wieso bin ich nur zu klein/groß/dick/dünn/quadratisch?

Die Antworten auf diese Fragen leiten dich nicht zur Lösung, sondern fokussieren nur das Problem. Du bist jedoch an Lösungen interessiert! Um deinen Verstand auf Lösungsfindung zu programmieren, stellst du von jetzt an nur noch die richtigen Fragen.

Merke: Stelle nur lösungsorientierte Fragen. Niemals Problemorientierte!

Hier einige Beispiele:

  • Wie kann ich von diesem Zustand aus weitermachen?
  • Was muss ich tun, um in Zukunft besser zu werden?
  • Wie kann ich es schaffen, negative Gedanken in Zukunft leichter loszulassen?
  • Was kann ich aus dieser Situation lernen?
  • Was kann ich täglich tun, um Gewicht zu verlieren?

Hierzu ein kleines Quiz für dich.

Stell dir folgende Situation vor:

Starkes Regenwetter seit 5 Tagen, der Himmel ist grau und die Straßen matschig.

Hier die Frage: Wie findest du das?

Antwort A: Gut

Antwort B: Schlecht

Antwort C: ???

(Einen Moment nachdenken. Tipp: 1x um die Ecke denken büdde)

negative Gedanken Quiz

Richtige Antwort: *Hier klicken für die Auflösung* 🙂


Antwort A: schlecht = 0/100 Punkte

Zunächst einmal: Es ist egal, wie du die Situation findest. Sie ist wie sie ist. Ob du sie gut oder schlecht findest, ändert die Situation nicht.

Die meisten Menschen wählen instinktiv Antwort A. Das Regenwetter vermiest ihnen die Laune. Viele beschweren sich dann, was sie bei diesem Wetter alles nicht machen können und wieso das Regenwetter so schlecht ist (=Fokus auf das Negative).

Da du das Wetter aber nicht ändern kannst, bleibt dir nur eines Übrig, wenn du ein positiver Mensch sein willst.

Fokus ändern!

Gefahr: Wenn du dich bei Situationen dieser Art generell immer auf das Negative fokussiert, dann trainierst du dein Gehirn in kleinen aber effektiven Schritten auf Negativ-Denken.

Antwort B: gut = 50/100 Punkte.

Dich über Regen aufzuregen, kostet dich Kraft.

Macht keinen Sinn. Deshalb akzeptierst du das Regenwetter und meckerst nicht.

Superb!

Wieso dann aber nur 50 Punkte?

Wenn du einfach nur behauptest, der Regen wäre gut, obwohl er dich innerlich trotzdem stört, bringt dir das leider nicht viel… DU hast zwar vielleicht deine bewussten Gedanken geändert, aber tief in dir ist alles noch genauso negativ wie vorher.

Viele machen folgenden Fehler. Sie versuchen in „schlechten“ Situationen alles krampfhaft Positiv zu sehen, obwohl sie die Situation innerlich eigentlich als schlecht bewerten.

Sie vertrauen ihrem eigenen positivem Denken nicht, weil es keine Grundlage hat. Mach diesen Fehler nicht.

Hier ist die Grundlage für positives Denken:

Überleg dir genau, was das gute an der Situation ist und suche es gezielt raus.

Die volle Punktzahl bekommst deshalb für…

Geheim-Antwort C = 100/100 Punkte.

Du fragst dich, WARUM du den Regen schlecht findest, was genau dich daran stört… und findest dann gezielt heraus, welche positiven Aspekte der Regen hat (für dich, für andere, für die Natur, für wen auch immer).

In diesem Gedankengang liegt das Geheimnis: Kann ich etwas am Regen ändern? – Nein. Fühle ich mich gut, wenn ich mich drüber ärger? -nein. Wessen Entscheidung ist es, ob ich mich drüber ärger und ob ich nur das Negative fokussiere? – meine. Na dann entscheide ich mich eben dafür, dass ich mich nicht weiter ärgern werde.

Merke: Finde für dich heraus, was das Gute an 5 Tagen Regenwetter ist.

Wie machst du das? Wie wir grade gelernt haben: Indem du die richtigen Fragen stellst!

Die richtige Antwort ist in diesem Fall die richtige Frage:

  • „Was ist das Gute an 5 Tagen Regenwetter?“
  • „Welche Vorteile hat das Regenwetter für mich?“
  • „Was kann ich machen, wenn es draußen regnet, was ich sonst nicht tun kann?“
  • etc.

Beispiel-Antworten auf die Frage:

  • Da es draußen eh regnet, kann man ein bisschen Papierkram erledigen, ohne Sonnenschein zu verpassen.
  • Wenn es draußen regnet, ist es drinnen umso gemütlicher. Zeit für 10 Minuten auf der Couch entspannen und sich freuen, dass man es so gemütlich hat!
  • Der Regen säubert die Luft. Die Luft ist nie so frisch und rein, wie nach dem Regen.
  • Man muss die Pflanzen im Hinterhof nicht gießen – Yay!
  • Regenwetter kann Spaß machen. Gummistiefel anziehen und ein bisschen in den Pfützen herumspringen, wie früher. 😉
  • usw.

Lösung Quiz

Macht Sinn? Perfekt. Dann geht’s munter weiter.

Weitere Tipps um auch schwerwiegende negative Gedanken zu beseitigen 

Tipp 1: Negative Gedanken durch aufschreiben loslassen

negative gedanken durch aufschreiben loslassen

Diese Übung hat es wirklich in sich. Fast jeder, der sie schon mal probiert hat, spürt die befreiende Wirkung schon innerhalb weniger Minuten.

Durch das Aufschreiben vom mentalen Ballast holst du Negativität schnell aus dir heraus und machst ihn greifbar.

Nachdem du die Gedanken so nach draußen gelassen hast, kannst du sie aus einer neuen Distanz betrachten und Abstand zu ihnen gewinnen.

Übung:

Hol dir ein leeres Blatt und einen Stift und schreibe alles was dich bedrückt ungefiltert auf. Achte nicht auf Rechtschreibfehler und Struktur. Nimm dir dabei so viel Zeit wie du benötigst.

Lege das Blatt anschließend zur Seite und schaue es dir 3-4 Tage später nochmal an. Du wirst wahrscheinlich bemerken, dass du es mit mehr Gelassenheit liest. Einfach entspannter und weniger involviert.

Diese Übung kannst du so oft wiederholen, wie du möchtest. Du wirst von den Ergebnissen begeistert sein.

Bonus-Tipp:

Wenn du zusätzlich noch wissen willst, wie du auch starke negative Emotionen, Gefühle, Stress und negativen Ballast der Vergangenheit loslassen kannst, schau dir auf jeden Fall noch meinen Artikel: Loslassen lernen: Wie du negative Gefühle & Ballast einfach loslässt an.

Wenn du allgemein gelassener werden willst und nach einem einfachen Weg suchst, akute Ängste und Stress der Gegenwart schnell über Bord zu schießen, dann schau dir unbedingt noch diesen Artikel an: Gelassenheit lernen: 6 starke Tipps für mehr innere Ruhe und Zufriedenheit.

Tipp 2: Fühle tief in den Schmerz deiner negativen Gedanken hinein

 

Negative Gedanken und Schmerz loswerden

Forschungen haben ergeben, dass man mit dieser Methode negative Gedanken schnell loswird. Sie funktioniert ähnlich wie die Konfrontations-Therapie. Dieser Tipp wirkt übrigens besonders gut bei sehr schmerzhaften Gedanken.

Anstatt dich wie gewohnt vom Schmerz abzulenken, tauchst du zu 100% in das Gefühl hinein. Das klingt paradox, funktioniert aber bewiesenermaßen.

Übung:

Immer wenn großer Schmerz in dir entsteht, tust du folgendes.

Fühle wo sich der Schmerz bzw. die negative Emotion in deinem Körper befindet. Fühle, ob der Schmerz nur eine Emotion ist, oder sich auch körperlich zeigt (Schwindel, Magengrummeln, Druck in der Brust etc.).

Fokussiere dich mit allem was du hast nur darauf und spüre so intensiv wie nur möglich. Beobachte dabei, was mit dir passiert.

Das ist wahrscheinlich die schnellste Methode überhaupt, mit der du dich von solchen Lasten befreien kannst. Es erfordert zwar zunächst Mut, sich dem Schmerz zu stellen, aber es lohnt sich garantiert!

Tipp 3: Lerne aus dem Kopf herauszukommen

Es gibt spezielle Methoden, um in einen Zustand zu kommen, aus dem du Gedankenlärm leiser stellen und ihn sogar bewusst abschalten kannst.

In diesem wachen Zustand stehst du voll im Fluss des Lebens, bist maximal selbstbewusst und hast für jedes Hindernis eine Lösung parat.
Ohne großartig darüber nachdenken zu müssen.

Wenn du in diesem Zustand leben willst, dann schau dir meinen Artikel Sofort stressfrei: 15 hochwirksame Achtsamkeitsübungen für den Alltag an.

Zusammenfassung

Peeerfekt.

Das war mal ein langer Artikel, oder?

Und da ich weiß, wie unübersichtlich so viele Informationen auf einmal sein können, habe ich dir hier eine kleine Checkliste zusammengestellt.

Darin habe ich die wichtigsten Punkte zusammengefasst, welche Schritte du gehen musst, um negative Gedanken schnell loszuwerden, wenn sie auftauchen.

Einfach die Checkliste runterladen, einstecken und munter negative Gedanken in positive Gedanken verwandeln 🙂  

Hier kannst du sie runterladen:

Negative Gedanken Loswerden Checkliste

Hier ist außerdem nochmal die Audio-Spur zur richtigen Anwendung der Gedanken-Transformations Methode:

 

Vergiss nicht: Egal wie sehr du bisher immer das halb leere statt das halb volle Glas betrachtet hast. Egal wie aussichtslos deine Lage auch erscheinen mag…

Wirklich jeder kann schädliche Gedanken und die damit verbundenen Gefühle überwinden. Nutze dafür einfach die Gedanken-Transformator Methode und die weiteren Übungen.

Falls du noch Fragen zu einem Punkt hast, dann schreib mir unten gerne einen Kommentar.

Wenn der Beitrag wertvoll für dich war, dann teile ihn mit jemandem, dem er weiterhelfen kann <3

PS: Weitere praxiserprobte Tipps, Tricks und Inspirationen zu diesen und ähnlichen Themen, bekommst du im Newsletter. Obendrauf gibt’s dazu noch den Gratis-Report 4 Methoden wie du negative Gedanken in unter 3 Minuten stoppst. Und der hat es wirklich in sich!

Der Energie Newsletter 

         

Hier lernst du:

  

  • Wie du dich schnell von Stress und negativen Gedanken befreist
  • Wie du belastende Gefühle und Ängste loslässt
  • Wie du starke Glücksgefühle und Power in dir erzeugst
  • Wie du mit mehr Schmackes durch's Leben ziehst
  • Und noch viel mehr!

Trag dich unten ein und schon geht's los:

10 Kommentare

  • Hey Robert, wow was für ein umfangreicher Artikel. So viele wahre und nützliche Informationen zusammengefasst. Wirklich super. Und mit der Checkliste gibst du dem Leser auch noch ein nützliches Werkzeug an die Hand. Weiter so. Ich kann dir nur gratulieren zu diesem wirklich gelungenen Artikel.

    Antworten
  • helfen diese Methoden auch bei schlimmen irrationalen Angst- und Panikgedanken bzw. Zwangsgedanken?

    Antworten
    • Hi Steffi. Egal ob die Angst, das Gefühl von Panik, oder der negative Gedanke schwach oder stark ist. Man geht stets gleich vor. Man lässt diese Dinge innerlich zu, beobachtet sie und taucht voll in diese Gedanken oder Gefühle hinein. Ich weiß, das erfordert Mut. Das kann für den Moment auch unangenehm sein, es kann aber nichts dabei passieren. Nur wenn man so vorgeht, werden diese Dinge schwächer, bis sie sich mit der Zeit schließlich komplett auflösen. Wie gesagt: Das festgesetzte Negative geht nur dann weg, wenn du es herauslässt (durch Ansehen, Beobachten, Fühlen, Erleben). So arbeitet man diese Dinge ab. Das abarbeiten kann kurz mal „weh tun“ aber das End-Resultat ist bombastisch. Und das bleibt dauerhaft! Es lohnt sich also dranzubleiben.
      Viel Erfolg, ich denke du bist auf dem besten Weg!
      Robert

      Antworten
  • Hey , danke für den tollen Artikel. Geht das auch , wenn man eigentlich meistens die selben negativen Gedanken hat? Wie zb. Ist das und das mit mir falsch? Ist das komisch? Ist das normal? Und so weiter. Würde mich interessieren. Danke schon mal, liebe Grüße

    Antworten
    • Hey Yolline, sehr gerne. Ja das geht besonders, wenn man die selben negativen Gedanken hat! 🙂 Ein negativer Gedanke ist ein Signal, dass dir zeigen will: hier ist etwas, dass du dir mal genauer anschauen solltest. Viele Menschen fühlen sich schlecht ohne zu wissen, welcher (negative) Gedanke dafür überhaupt verantwortlich ist. Ich sehe hier, du hast dein Muster bereits erkannt (weil es dir immer und immer wieder signalisiert hat, dass hier etwas ist, dass du dir anschauen solltest, wenn du dich davon befreien willst). Negative Gedanken sind nur so lange penetrant, bis du sie dir anschaust und das Problem, bzw. dein Denken darüber transformierst. Das ist der wohl wichtigste Schritt überhaupt. Wenn du erstmal weißt, welcher negative Gedanke in dir wirkt, dann kannst du dich ziemlich schnell von ihm lösen bzw. ihn in einen positiven Gedanken transformieren. Beste Grüße

      Antworten
  • Hey Robert, ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ist so eine geile Anleitung! Sie hilft wirklich sehr, du kennst dich extrem gut aus. Ich hätte allerdings noch eine Frage, was muss ich tun, damit der negative Gedanke niemehr wieder erscheint, ich ersetze den negativen Gedanken immer wenn er hochkommt durch den positiven doch irgendwann hat man keine Lust mehr, deshalb frage ich mich wann er endgültig verschwindet und Nie wieder hochkommt , vllt hast du ja noch einen Tipp für mich !!

    Antworten
    • Hey Michael, super! Ich freue mich das zu hören. Zu deiner Frage: In diesem Schritt ist tatsächlich einfach nur Geduld, Hartnäckigkeit und Ausdauer gefragt. Als Extra-Tipp: Lies dir mal auch die anderen Artikel durch. Dort lernst du viele Tipps, Methoden und andere Techniken, die sich auch extrem positiv auf deine Gedanken auswirken. Und auch auf dein allgemeines Power-Level.
      Beste Grüße an dich mein Lieber

      Antworten
  • Ich habe Angst beim Essen das dann eine allergische Reaktion kommt wie herzrasen usw weil ich das schon öfters hatte was kann man dagegen tun?

    Antworten
    • Angst entsteht und bleibt, wenn du aufhörst, richtig zu atmen. Achte mal auf Folgendes. Wenn du grade Angst und Herzrasen hast, hältst du wahrscheinlich deinen Atem an. Einmal kräftig und langsam (gleichzeitig entspannt) aus der Nase ausatmen und dann tief und langsam durch die Nase in den Bauch hinein atmen (alles ganz entspannt machen). Das einige Male wiederholen.

      Am Besten auch nochmal beim Arzt checken, wogegen du allergisch bist. Damit du innere Ruhe hast.

      Alles Liebe,
      Robert

      Antworten

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