Selbstzweifel überwinden: 8 Übungen + 4 Tipps gegen Selbstzweifel

Selbstzweifel überwinden

Kennst du diese Stimme, die dir sagt:

„Ich kriege das nicht hin…“

„Ich bin zu alt, zu tollpatschig, zu dumm, zu hässlich, nicht liebenswert…“

Das sind Selbstzweifel.

Viele Menschen haben solche Gedanken, kritisieren sich ständig und vermiesen sich dadurch ihr Leben.

Quälen dich solche Selbstzweifel auch und bist du innerlich oft unsicher?

Dann ist dieser Artikel genau richtig für dich:

Hier zeige ich dir 12 hochwirksame Power-Tipps, wie du deine Selbstzweifel überwinden und mit starkem Selbstvertrauen durch dein Leben gehen kannst.

Warum du Selbstzweifel hast – und wie du sie überwindest

Wie man Sorgen Stress und Selbstzweifel loslässt

Niemand ist zu jedem Zeitpunkt und in jeder Situation zu 100% selbstsicher und selbstbewusst…

Und das ist auch vollkommen normal.

Denn bis zu einem gewissen Punkt haben wir alle Selbstzweifel. Und sie können sogar sinnvoll sein:

Vor neuen Dingen nervös zu sein, macht für dein Gehirn absolut Sinn. Es will dich vor Unbekanntem schützen, da neue Dinge mit Risiko verbunden sein können.

Wenn deine Selbstzweifel dich allerdings komplett lähmen und du dir gar nichts mehr zutraust, beeinträchtigt das dein Leben.

Selbstzweifel kommen oft aus der Kindheit…
Viele Eltern kritisieren ihre Kinder häufig für kleine Fehler oder stellen übermäßige Erwartungen an sie. Dadurch lernen Kinder unterbewusst, dass sie nur geliebt werden und Anerkennung bekommen, wenn sie fehlerfrei sind, alle Erwartungen immer erfüllen und Mama und Papa glücklich machen. Das Resultat: Erwachsene Menschen tragen diese Angst vor Fehlern und Sucht nach Anerkennung & Bestätigung ein Leben lang mit sich.

Später im Leben kommen viele weitere Aspekte dazu, die für Selbstzweifel sorgen können:

  • Werbung: Vermittelt ein überzogenes und unrealistisches Schönheitsideal. Wir vergleichen uns mit den Fotoshop-Models, meinen wir bräuchten zum Glück noch dieses und jenes Produkt und zweifeln an uns selbst
  • Hollywood-Filme: Vermitteln das Bild, dass mit dir etwas nicht stimmt, wenn du nicht aussiehst wie Brad Pitt oder Angelina Jolie
  • Social-Media: Jeder scheint den Traumjob zu haben, ständig glücklich zu sein und irgendwie immer Urlaub zu haben. Dadurch zweifeln wir an unserem eigenen Lebensweg, weil das bei uns irgendwie nicht so ist. Was wir dabei vergessen: Auf Social Media zeigt jeder nur das Beste vom Besten von sich. Und damit vergleichen wir uns dann, wenn wir morgens verschlafen vorm Spiegel stehen. Selbstzweifel vorprogrammiert!
  • Leistungsgesellschaft: Fehler, Schwächen und Unsicherheiten werden nicht akzeptiert. Du musst erfolgreich, stets gut gelaunt, belastbar und am besten auch Model, Geschäftsführer und Hausfrau zugleich sein.

Du siehst: Es gibt viele Quellen, die Selbstzweifel auslösen können.

Das Gute aber ist, du kannst Selbstzweifel in Leichtigkeit loslassen und überwinden. Vorher zeige ich dir aber noch, wie Selbstzweifel dein Leben sabotieren können, wenn du sie weiterhin ignorierst…

GEFAHR: Anzeichen von Selbstzweifeln, die dein Leben zerstören können

Was sind Selbstzweifel

Das blöde an Selbstzweifeln: Sie kommen selten allein…

Ein Mensch der in einem Lebensbereich zweifelt (z.B. auf der Arbeit oder in der Uni), zweifelt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in anderen Lebensbereichen (in Beziehungen, an seinem Selbstwert, etc.).

Zu starke Selbstzweifel können dein Selbstvertrauen in den Keller jagen und dein Leben komplett vermiesen.

Anzeichen von Selbstzweifeln:

  • Extremer Perfektionismus, weil du Angst vor Fehlern oder Kritik hast
  • Angst davor mit neuen Situationen nicht fertig zu werden
  • Du traust dich nicht Dinge zu machen oder zu sagen, die du eigentlich willst
  • Du traust dich nicht unter andere Menschen, weil du unsicher oder extrem schüchtern bist
  • Du nimmst berufliche Chancen nicht wahr, weil du Angst vorm Scheitern hast
  • Du bist ständig besorgt, wie du bei anderen ankommst
  • Du hast starke Angst vor Kritik, Ablehnung
  • Du kannst Komplimente nicht annehmen
  • Du denkst schöne Sachen nicht zu verdienen
  • Du hast Angst neue Dinge auszuprobieren
  • Du denkst oft, du bist zu [hässlich, doof, inkompetent, schlecht, unfähig, etc.]

Wenn du einige dieser Aspekte an dir festgestellt hast, kein Stress! Denn jetzt zeige ich dir, wie du deine Selbstzweifel überwinden kannst.

[BONUS] Anleitung: Der richtige Umgang mit negativen Gedanken und Gefühlen. Wie du sie annehmen, transformieren und loslassen kannst – denn der Umgang mit deinen Gedanken und Gefühlen ist der Schlüssel für ein glückliches Leben. Klicke hier und hol dir jetzt den kostenlosen Guide!

12 hochwirksame 1-Minuten-Tipps, um Selbstzweifel aufzulösen

Wie man Sorgen Stress und Selbstzweifel loslässt

1. Der Stalker-Trick

Einer der wertvollsten Tipps im Umgang mit Selbstzweifeln überhaupt:

Sei ein Stalker deiner Selbstzweifel!

Ja, ich fordere dich zum Stalken auf…

Was meine ich mit stalken?

Ganz einfach. Werde dir deiner Selbstzweifel erst einmal bewusst. Viele Zweifel sind so subtil, dass wir sie als negative Gedankenform gar nicht erst erkennen. Sondern wir fühlen uns einfach schlecht, aber wissen gar nicht warum.

Deshalb: Beobachte deine Selbstzweifel. Werde dir ihrer bewusst. Aber identifiziere dich nicht mit Ihnen. Glaub nicht jedem Selbstzweifel vorbehaltslos, sondern beobachte ihn. Nur ihn zu beobachten, hilft schon ihn loszuwerden.

2. Wahr oder nicht wahr – Das ist hier die Frage?

Ein großer Fehler vieler Menschen ist: Sie glauben jedem ihrer Selbstzweifel vorbehaltslos.

Sie denken manchmal zum Beispiel:

„Nie krieg ich was ordentlich hin“ und halten diesen Gedanken für die absolute Wahrheit. Nur weil sie es selber denken. Dabei stimmen solche Zweifel oftmals überhaupt nicht.

Manchmal entspringen solche Zweifel nur aus einem Gefühl, aber nicht aus Fakten oder der Realität.

Deshalb: Hinterfrage öfters deine Zweifel!

„Frag dich: Stimmt das wirklich? Kann man das auch anders sehen? Gab es nicht sehr wohl auch mal Dinge, die ich sehr gut hinbekommen habe?

Schnell wirst du feststellen, viele Zweifel bildest du dir nur ein, aber stimmen in der Wirklichkeit nicht.

Beispiel aus der Praxis: Thomas denkt oft er macht seine Arbeit schlecht. Seine Kollegen versichern ihm aber immer wieder, dass er gute Arbeit macht. Thomas kann sich jetzt folgende Frage stellen, wenn er den Gedanken hat, dass seine Arbeit schlecht ist:

„Stimmt das wirklich, wenn alle etwas anderes sagen? Was mache ich denn tatsächlich gut an meiner Arbeit?“

3. Die Lichtblick-Rückblende

Selbstzweifel entstehen, wenn du immer nur auf deine Niederlagen schaust. Dann denkst du, es gibt nur Niederlagen in deinem Leben.

Dann vergisst du total, dass du auch viele Erfolge in deinem Leben hast!

Deshalb mach folgende Übung:

Nimm dir 2 Minuten Zeit und denk an 3 Erfolgserlebnisse, auf die du stolz bist!

Das können auch kleine Erfolge sein. Und dann lass das gute Gefühl dabei aufbrennen, dass du damals dabei hattest!

Lass dieses Gefühl immer wieder aufleben, wenn du zu viel an dir zweifelst.

4. Fehler sind Sexy

Unsere Gesellschaft ist davon angetan, möglichst perfekt und fehlerfrei zu sein. Doch niemand ist das. Und das muss auch niemand sein. Wer sagt überhaupt was perfekt ist und was nicht?

Fakt ist:

Genau die „Fehler“ sind es oftmals, die einen Menschen sympathisch und einzigartig machen. In vielen Fällen sind Menschen, die zu ihren Makeln stehen und offen + humorvoll damit umgehen um einiges sympathischer als solche, die ständig krampfhaft den Dicken markieren müssen, um in jedem Moment kompetent und selbstbewusst zu wirken.

Akzeptiere deshalb, dass du auch mal zweifeln darfst und geh locker und spaßig damit um. Die Menschen werden dich dafür lieben.

5. Der Masken-Zerstörer

Dieser Tipp hilft hilft dir, wenn du dir oft sorgen machst, was andere über dich denken.

Wahrscheinlich hast du schon oft den Spruch „Scher dich nicht drum, was andere über dich denken“ gehört.

Klingt in der Theorie gut, in der Praxis klappt es halt meistens nicht.

Deshalb hier etwas, was meiner Erfahrung nach vielen Menschen wirklich hilft.

Mach dir Folgendes klar:
Anderen Menschen ist es nahezu egal, was du sagst oder tust. Sie interessieren sich nicht so sehr für dich, wie du wahrscheinlich denkst. Denn sie sind viel zu sehr mit sich selber beschäftigt. Und machen sich selber sorgen, wie sie bei anderen ankommen.

Außerdem wirst du es sowieso nie jedem Menschen recht machen können. Früher oder später wird dich zwangsläufig jemand kritisieren. Das ist vollkommen normal. Wenn du eh kritisiert wirst, willst du dann lieber:

  1. für deine ehrliche, offene und authentische Art kritisiert werden, oder
  2. für eine aufgesetzte Scharade?

Such es dir jetzt aus! Meine Empfehlung: Wenn du im Alltag etwas bestimmtes sagst, aber eigentlich was anderes denkst, atme einmal kurz tief in deinen Bauch ein und sag, was du wirklich sagen willst.

6. Der Action-Booster

Hast du Angst vor einer bestimmten Sache? Angst davor, eine harte Entscheidung zu treffen? Angst davor einer Person etwas zu sagen, was du ihr schon lange sagen wolltest? Angst davor eine schlechte Freundschaft oder Beziehung zu beenden?

Dann sag ich dir mal was:

Mach es trotzdem! Wir haben oftmals Angst vor solchen Dingen. Aber das heißt nicht, dass du dich von dieser Angst aufhalten lassen musst!

Oder erst warten musst, bis du keine Angst mehr davon hast und es dann tun. Das wird in den meisten Fällen sowieso nicht passieren.

Es geht nicht darum erst angstfrei zu sein, bevor du handeln kannst. Es geht viel mehr darum, wie du mit deiner Angst umgehst. Du kannst handeln, obwohl du Angst hast. Häufig verschwindet die Angst danach komplett.

7. Mentales Hollywood

Kennst du diese alten Geschichten, die dir dein Kopf in bestimmten Situationen immer wieder und wieder erzählt?

Irgendetwas im Alltag triggert dich und schon läuft die alte Leier im Kopf wieder von vorne los. Beispiele:

  • War ja klar, dass das wieder nichts wird
  • War ja klar, dass ich wieder einen Korb bekommen habe
  • War ja klar, dass ich nichts hinbekomme
  • Ich werde keinen anständigen Job finden, weil…
  • Mein Freund wird mich bald verlassen, weil…
  • etc.

Diese Geschichten malen sich viele Menschen in den buntesten Farben aus. Bis sie sich darin verlieren.

Wie kannst du die schlechten Gefühle dieser Art von Kopfkino entkräften?

Gib deinen Geschichten einen Namen! Und immer, wenn die Leier wieder los geht, sei bewusst:

„Aha, da geht also wieder die „Mein-Freund-schießt-mich-zum-Mond-und-ich-werd-morgen-gefeuert-Geschiche“ los. Ist ja interessant.“

Die Namen dürfen auch ruhig kürzer ausfallen 😉

Und dann beobachte deine Gedanken, wie sie die alte Geschichte erneut erzählen.

Wieso hilft das? Weil du dann erkennst, dass solche alten Geschichten einfach nur eine alte Leier sind. Du gewinnst Distanz zu ihnen. Du nimmst sie nicht mehr so ernst. Und je häufiger du das machst, desto schwächer und seltener werden solche Geschichten.

8. Me, myself & mein Gedanke?

Die meisten nehmen ihre eigenen Gedanken viel zu ernst. Dabei sind viele Gedanken nicht mal unsere eigenen Gedanken. Sondern Gedanken, die uns von außen antrainiert oder so oft eingeredet wurden, dass wir sie nun glauben. Und für unsere eigenen Gedanken halten.

Wenn du dich innerlich selbst fertig machst und dir immer wieder eine Negativ-Geschichte über dich selbst erzählst, sind das häufig nicht deine eigenen Gedanken. Sondern die Stimme:

  • deiner Eltern
  • deiner Lehrer
  • der Werbeindustrie, oder oder oder…
Wenn du oft an dir zweifelst, frag dich:
Ist das nur EIN Gedanke oder ist das MEIN eigener Gedanke? Wahrscheinlich wirst du feststellen: Das meiste davon sind nicht deine eigenen Gedanken. Das zu erkennen, kann sehr befreiend sein.

9. Neues Vs altes Ich

Viele Internet-Gurus sagen: „Vergleich dich NUR mit dir selber und mit niemandem sonst. Oder du wirst garantiert unglücklich.“

Ich sage: Das ist unrealistisch und stimmt höchstens mal zur Hälfte.

Dich mit anderen zu vergleichen kann in gewissem Umfang Sinn machen. Es kann dir helfen dich zu orientieren und von anderen zu lernen. Wir alle vergleichen uns mit anderen Menschen. Bewusst oder unbewusst. Und das ist normal.

Problematisch wird das Ganze nur, wenn du die größten Stärken anderer mit deinen größten Schwächen vergleichst. Da kannst du nur verlieren.

Wenn du dich gerne oft vergleichst, dann mach diese Übung.

Vergleich dich mit deinem früheren Ich. Frag dich:

  • Was traue ich mich jetzt, wovor ich früher Angst hatte?
  • Welche Hürden habe ich in meinem Leben schon überwunden?
  • Was kann ich jetzt gut, was ich früher nicht konnte?

Das zeigt dir, wie viel du dich schon entwickelt hast. Und was du alles auf dem Kasten hast!

10. Das einsame Hirngespinnst

Ein einfacher Weg einen Selbstzweifel zu enttarnen? Frag einen dir nahestehenden Freund (oder eine Person, die garantiert ehrlich zu dir ist) wie realistisch oder wahr deine Selbstzweifel sind. Oder, ob das nur Hirngespinnste sind…

Erzähl ihnen von deinen Sorgen und höre dir ihr ehrliches Feedback an.

Und jetzt rate mal, was dabei oft rauskommt?

Viele Hirngespinnste, die nicht der Realität entsprechen!

11. Du hast 10 Millionen Amigos

Viele Menschen verurteilen sich für ihre Zweifel. Sie meinen, alle anderen sind immer auf der Sonnenseite des Lebens, außer sie selber.

Ich sag dir aber mal was:

Wenn du vor einer bestimmten Sache Angst hast, dann sei dir zu 100% sicher, dass vor genau dieser Sache auch MINDESTENS 10 Millionen anderen Menschen auf der Welt Angst haben.

Du bist mit deinen Sorgen und Zweifeln also nicht alleine. Sondern du teilst sie dir mit (ich nenne sie) Zweifel-Amigos.

Nur leider lassen sich von 10 Millionen Amigos wahrscheinlich 9,9 Millionen von ihren Zweifeln ausbremsen und zurückhalten…

Nur wenige Menschen stellen sich ihren wirklich wichtigen Herausforderungen. Wenn du in einer Sache unsicher bist, dann üb dich in dieser Sache. Bis du dich mit der Zeit sicherer fühlst.

Mach die Erfahrung, dass zweifelhafte Zweifel:

  1. oftmals quatsch sind
  2. du sie überwinden kannst

und erlebe am eigenen Leib wie geht es sich anfühlt, wenn du sie überwindest!

12. Sei der Chef im Kino

Kopfkino kann furchtbar sein:

  • Wir wollen eine attraktive Person ansprechen und malen uns detailliert aus, wie wir abblitzen werden und alle das mitbekommen
  • Wir halten nächste Woche einen Vertrag und stellen uns vor, wie wir uns bei der Präsentation einen abstottern, rot im Gesicht sind und kein klares Wort herausbekommen
  • Wir wollen etwas erfolgreich schaffen, aber haben Bilder im Kopf, die uns vorspielen, dass wir scheitern werden. Und zwar mit allen Details.

Was haben diese Beispiele gemeinsam? Alle reines Kopfkino!

In den meisten Fällen, geht eine Situation nicht so negativ aus, wie wir uns manchmal ausmalen. Dazu kommt: Das Kopfkino kostet uns viel Energie.

Deshalb dreh das Kopfkino um 180°um!

  • Du willst eine attraktive Person ansprechen? Mal dir aus, wie sehr sich die Person über deinen Mut freut und ihr ein schönes Gespräch habt
  • Du hältst nächste Woche einen Vortrag? Mal dir aus, wie souverän und erfolgreich du deinen Vortrag hältst
  • Du willst etwas erfolgreich schaffen? Mal dir aus, dass du es schaffen wirst. Auch, wenn Herausforderungen kommen werden
Wie eine Situation im Endeffekt ausgeht, kannst du nie zu 100% kontrollieren. ABER: Ein gutes Kopfkino gibt dir viel gute Energie (anstatt schlechte) und macht es sehr viel wahrscheinlicher, dass du erreichst und bekommst, was du willst.

Warum manche Selbstzweifel GUT sind

Ja Selbstzweifel können dir schlechte Gefühle machen und dir den Mut rauben. Sie sind blöd, wenn sie dich komplett lähmen, kontrollieren und dir die Lebensfreude nehmen.

Aber trotzdem sind nicht alle Selbstzweifel immer schlecht.

Sie können sogar wichtig sein und dein Leben verbessern!

Klingt widersprüchlich im Vergleich zum vorherigen Teil des Artikels? Ist es aber nicht.

Jetzt zeige ich dir, wie Selbstzweifel für dich nützlich sein können.

1. Du vermeidest Dummheiten  Dummheiten

Manche Lebensentscheidungen wirbeln Zweifel auf:

  • Soll ich mich selbstständig machen?
  • Soll ich einfach alles stehen und liegen lassen und abhauen?
  • Soll ich meinen Job kündigen und nach Südindien auswandern?

Viele Menschen werden heute motiviert radikal zu handeln. Immer ihren Gefühlen zu folgen und harte Entscheidungen sofort zu treffen.

Das kann gut gehen, es kann aber auch gewaltig schief gehen.

Deine Selbstzweifel verhindern, dass du dich zu radikal und aus dem Bauch heraus für etwas entscheidest, dass du später bereuen könntest. Sie führen dazu, dass du deine Entscheidung genauer abwägst. Und darüber nachdenkst.

Und wenn sich eine Entscheidung nach dem Abwägen und Risiken abschätzen immer noch richtig für dich anfühlt, kannst du trotz deiner Zweifel eine radikale Entscheidung treffen, die dein Leben verändert.

In manchen Fällen kannst du Selbstzweifel wie die Stimme eines guten Freundes wahrnehmen. Er will dir einen Ratschlag geben, oder sorgt sich um dich. Wie du damit dann letztendlich umgehst, ist natürlich deine Entscheidung!

2. Zu selbstbewusst ist schlecht! Arroganz

Manche Menschen sind zu selbstbewusst. Und das schadet ihnen. Klingt komisch? Ist aber so.

Wenn Menschen in ungesundem Maße von sich überzeugt sind:

  • gehen sie überhaupt nicht mehr auf andere Menschen ein
  • stellen sie sich über sie
  • meinen eh alles besser zu wissen und richtig zu machen
  • sind die anderen für sie immer die Doofen

Zu hohe Selbstüberzeugung kann schnell zu Arroganz werden. Und diese schadet im Endeffekt nur dir. Denn Menschen meiden arrogante Menschen. Vielleicht weißt du selbst, wie schwierig es sein kann, mit einer „zu sehr von sich überzeugten“ Person umzugehen.

Beispiel:

Nehmen wir an, du streitest mit deinem Partner. Dein Partner ist der Meinung, dass er immer im Recht ist. Er hört dich deshalb gar nicht mehr an und stempelt dich automatisch als den „Schuldigen und Bösen“ ab. Er zweifelt 0% an seiner eigenen Ansicht und erkennt nicht, dass auch er einen Teil der Schuld tragen könnte.

Streit vorprogrammiert! Schon viele Beziehungen sind daran zerbrochen, dass eine Person ein wenig zu sehr von sich überzeugt war.

Selbstzweifel können Beziehungen retten.

Wer zu überzeugt von sich ist, Fehler nicht eingestehen kann oder (gerechtfertigte) Kritik nicht annehmen kann, macht sich langfristig unglücklich und wird gemieden.

3. Der Lebens-Blocker Handschellen

Wer zu sehr von sich überzeugt ist, entwickelt sich nicht weiter. Wenn du meinst, du weißt bzw. kannst schon alles, dann kommst du zum Stillstand. Außerdem kann das deine Leistung schmälern.

Nehmen wir an, du hast ein Bewerbungsgespräch. Anstatt dich darauf vorzubereiten, sagst du dir:

„Ach das passt schon. Ich hab’s eh total drauf, wird schon schiefgehen. Vorbereitung brauche ich nicht.“

Dann kommt der Tag des Vorstellungsgespräch. Du wirst mit einer Frage überrumpelt und weißt nicht, wie du antworten sollst. Denn du hast dir nicht angeschaut, was es über die Firma (oder sonstiges Details zur Jobstelle) zu wissen gab. Das Vorstellungsgespräch wird ein Misserfolg.

Hättest du dir anfangs allerdings gedacht:

Uff, morgen habe ich das Vorstellungsgespräch. Bin schon leicht nervös. Aber ich bereite mich mal gut darauf vor, dann wird es bestimmt hinhauen.“, dann hätte es ganz anders ausgehen können.

Selbstzweifel können dazu beitragen, dass du dir mehr Mühe gibst und auch wahrscheinlicher bekommst, was du dir wünschst!

Fazit:

So mein Freund, du hast es bis hierhin geschafft. Gratuliere!

Du weißt jetzt, wie du Selbstzweifel Stück für Stück ablegen kannst. Such dir deine Lieblings-Tipps aus und setze sie direkt um!

Außerdem weißt du jetzt auch, dass nicht jeder Selbstzweifel per se schlecht ist.

Selbstzweifel können dir in bestimmten Situationen sogar helfen.

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