Selbstliebe lernen: 3 Tipps wie es wirklich funktioniert

Selbstliebe lernen

Hier zeige ich dir eine einfache Anleitung, wie du noch heute Selbstliebe lernen kannst.

Und auch wenn du schon viel zum Thema Selbstliebe gelesen und probiert hast (und nichts davon wirkte), dann bist du hier goldrichtig!

Vielleicht hast du dich mal vor einen Spiegel gestellt und dir vorgeredet: „Ich bin gut so, perfekt so, kann alles erreichen und wunderschön bin ich auch.“

Wahrscheinlich hast du das nicht länger als 5 Tage gemacht und dann festgestellt:

„So richtig lieben tu ich mich aber trotzdem nicht!“

Vielleicht bist du auch der nett gemeinten Illusion „Nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben“ nachgerannt.

Meine Erfahrung: So funktioniert das nicht! Schlimmer noch… „Falsche Selbstliebe“ kann gefährlich sein. Sie kann dazu führen, dass du dich schlechter fühlst, als vorher.

Deshalb zeige ich dir in diesem Beitrag, was ich selber gerne viel früher gelernt hätte: Nämlich wie echte Selbstliebe funktioniert. Denn echte Selbstliebe ist leichter, ehrlicher und erfüllender.

Wie genau das geht, zeige ich dir jetzt:

Dein Weg zur Selbstliebe: Warum es bisher nicht geklappt hat

„Wir lernen, uns selbst zu lieben, wenn jemand uns liebt. Wir lernen, uns um uns selbst zu kümmern, wenn sich jemand um uns gekümmert hat“ – Stan Tatkin

Vielleicht irritiert dich dieses Zitat, weil doch jeder behauptet: „Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben.“ Doch das ist falsch. Mehr noch, dieser Gedanke ist fatal!

Auf dem Weg zu echter Selbstliebe müssen wir erstmal einige Missverständnisse beseitigen. Denn wenn wir diese Missverständnisse nicht beseitigen, werden wir weder fähig sein uns selbst zu lieben, noch andere…

Der Sozialforscher Stan Tatkin beschreibt es auf den Punkt gebracht:

„Du kannst keine Selbstliebe generieren, in dem du ein Buch liest, einen Kurs belegst oder in einer Höhle meditierst. Du lernst zu lieben, indem du dich mit anderen Menschen beschäftigst. Das ist der einzige Weg. Du kannst es nicht alleine machen.“

Fangen wir also mit klassischem Missverständnis Nummer 1 an:

Missverständnis 1:
„Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben.“

Auf diese Lüge bin ich anfangs auch hereingefallen. Denn sie hat etwas Verlockendes. Ich selbst kann mich besser und liebenswürdiger machen, indem ich an mir selbst arbeite. Es ist etwas, das ich kontrollieren kann.

Das Ding ist nur, es wird niemals der Zeitpunkt kommen, an dem du voller Überzeugung sagst:

„Jetzt liebe ich mich selbst, absolut und für immer!“

Das Problem: Selbstliebe ist ein unerreichbares Ziel. Sie ist ein lebenslanger Prozess. Sie ist nichts fassbares. Es gibt kein Zertifikat dafür. Keine Zielgerade. Selbstliebe ist nur eine Idee. Ein Konzept. Deshalb kannst du „Selbstliebe“ auch nicht erreichen. Sie ist eine Illusion.

Du kannst dich nicht immer selbst lieben. Aber du kannst dich IMMER selbst akzeptieren. Du kannst aufhören dich zu verurteilen. Du kannst aufhören ständig an dir zu zweifeln.

Denn egal, wie viel du dich im Spiegel anschaust und dir einredest „die Speckschicht ist superschön“, „die Narbe auf meinem Bauch ist prächtig bezaubernd“, „meine immer faltig werdende Haut liebe ich sooo sehr“… du wirst es dir nicht glauben.

Akzeptanz ist einer der Schlüssel! Wer sich akzeptiert, hat schon zu 50% gewonnen und kommt dem Ziel der Selbstliebe schon sehr nah! Warum aber nur zu 50%? Das erfährst du jetzt.

Natürlich ist es für dich und dein Leben wertvoll, wenn du mit dir im Reinen bist:

  • deine Bedürfnisse kennst
  • dich selber ausdrückst
  • du dir Fehler verzeihen kannst
  • wenn du deine Schwächen kennst und sie dir eingestehst (wichtigster Punkt!)
  • weißt, was dir gut tut und was nicht

All das hilft dir mit deinen Beziehungen. Das wird dich zufriedener machen. Aber wird es dich erfüllen? Nein! Denn Selbstliebe hat nicht nur mit Selbstakzeptanz, sondern auch mit anderen Menschen zu tun.

Mach dir klar: Zu behaupten, du musst dich erst zu 100% selbst lieben (oder akzeptieren) bevor du Liebe geben kannst… Das ist bloß ein verkopftes Konzept. Eine Art von Perfektionismus, die gefährlich werden kann. Gefährlich, weil du anderen Menschen (die du eigentlich magst) ablehnen könntest wegen des falschen Glaubens „Ich liebe mich ja selbst nicht, also kann ich anderen ja auch nichts geben.“ Viele Menschen verschließen sich aufgrund dieses Gedankens vor anderen Menschen, denen sie sich eigentlich öffnen wollen. Die Illusion von „erst mich lieben, dann kann ich andere Lieben“ führt letztendlich in die Einsamkeit.

Du kannst sehr wohl auch Liebe geben, wenn du dich gerade nicht so sehr liebst.

Und genau hier ist der Knackpunkt: Liebe spürst du besonders auch dann, wenn du sie anderen Menschen gibst! Und zwar ehrliche und aufrichtig gemeinte Liebe. Keine abhängige und bestätigungs-suchende Liebe.

Beispiel: Eine Alleinerziehende Mutter ist ständig besorgt. Zweifelt an sich selbst. Hat Zukunftsängste. Ist überfordert und vernachlässigt sich selber. Auch, wenn sie sich nicht immer „selbst liebt“, kümmert sie sich trotzdem liebevoll um ihr Baby, liebt es mit ganzem Herzen und würde für es alles geben.

Und meinst du, ein Baby liebt seine Mutter nur dann, wenn es sich erstmal selbst liebt? Natürlich nicht. Es lernt das Gefühl von Liebe zu fühlen, indem es von seiner Mutter geliebt wird. Es bekommt also Liebe, die dann zu Selbstliebe wird.

Lieben und geliebt werden. Diese beiden Seiten gehören unumstößlich zusammen.

Weiteres Beispiel gefällig, dass „Selbstliebe“ von außen getriggert wird?

Häufig ist es die Liebe eines anderen Menschen, die uns helfen kann, alte Verletzungen zu überwinden und uns im richtigen, liebevolleren Licht zu sehen.

Achtung Falle: Liebe nicht andere Menschen (oder gebe ihnen Zuneigung), weil du dann Gegenliebe und Zuneigung erwartest. Echte Liebe heißt: Du gibst Liebe ohne Gegenliebe zu erwarten. Und: Du gibst Liebe und Zuneigung OHNE dich übertrieben aufopfern zu müssen. Deine Zuneigung anderen gegenüber muss von Herzen kommen. Sonst kannst du es gleich bleiben lassen. Denn dann wäre es wie ein Handel. „Ich lieb dich, dann musst du mich lieben.“ So funktioniert das nicht!
Falsche Selbstliebe und Depression – Psychologen vermuten: Wer aufhört mit seiner Umwelt eine Beziehung zu haben (sondern nur eine mit sich selbst hat) ist anfälliger für Depressionen. Der lebt in seiner eigenen Blase. Der meint, nur was er selbst denkt und fühlt ist wichtig. Der schaut nicht mehr nach draußen. Der lebt nur noch durch die Brille seiner von Außen abgeschotteten Gefühle. Und die können zum Gefängnis werden. Psychologen vermuten weiterhin, dass viele Fälle von Depressionen durch soziale Isolation von Menschen entstehen. Sprich: Hock nicht nur Drinnen herum und arbeite ständig an dir selbst. Sondern gehe raus und habe Beziehungen! Sehr wichtig.

Missverständnis 2: Affirmationen bringen Selbstliebe

Ich habe eine gute Freundin, die sich selbst lange Zeit nicht ausstehen konnte. Sie war wenig selbstbewusst. Hat sich immer schlecht geredet. Sich viele Sorgen gemacht.

Um das zu überwinden, hat sie alles versucht. Innere Kind Arbeit, Selbstliebe Meditationen, Selbstliebe Affirmationen, usw.

Was ich an ihr beobachten konnte: Je mehr sie diese Dinge gemacht hat, desto unglücklicher wurde sie.

Versteh mich nicht falsch. All diese Dinge können sicherlich helfen. Aber wenn man es damit übertreibt, kann das erfahrungsgemäß ganz stark nach hinten losgehen.

Studien haben gezeigt: Affirmationen funktionieren nicht, wenn du von vornherein ein geringes Selbstwertgefühl hast. Also, wenn du dich nicht magst und deine Meinung für unwichtig hältst.

In solchen Fällen können Mantras die Sache sogar verschlimmern: Sie lösen in dir das Gefühl aus, dass du dich belügst. Und dann fühlst du dich noch schlechter.

Affirmationen und Mantras wirken nur dann, wenn du die entsprechenden Erfahrungen im echten Leben gemacht hast. Oder wenn sie in dein Selbstbild passen.

Und natürlich können ein paar plumpe Affirmationen nicht mal eben deine Erfahrungen oder dein Selbstbild verändern. Was wirklich hilft, erfährst du gleich noch, aber erstmal:

Gefahr: Falsche Selbstliebe kann zu Vereinsamung & Depression führen

Die große Gefahr der falschen Selbstliebe besteht darin, dass man sich isoliert, allein und unabhängig an sich herumkämpft, ganz nach dem Motto:

Selbst ist der Mann! (oder die Frau).

Diese Isolation verhindert, dass du anderen Liebe gibst. Und genau das ist es, was dich am Schluss selber das Lieben lernt. Umso mehr Liebe du gibst, desto positiver wirst du auch auf dich selber blicken können.

Darum rede dir nicht ein, dass du keine Liebe zu geben hast, weil du dich selber angeblich nicht ausreichend liebst. Dadurch verbietest du dir selber andere Menschen zu lieben oder dich ihnen zu öffnen. Und wie du jetzt weißt: Selbstliebe erfährst du, indem du andere liebst.

Mein Tipp an dich: Geh einfach raus, fang an den Leuten aufrichtige Liebe zu geben und schau, was passiert.

Wichtig: Woher der Wunsch nach übertriebener Unabhängigkeit kommt:

Ein zu starker Drang nach Unabhängig kommt häufig aus der Angst vor Beziehungen und echter Nähe zu anderen Menschen.

Diese Angst kann man haben, wenn man als Kind von und mit seinen Eltern keine echte „Teamarbeit“ und „Gegenseitigkeit“ gefühlt hat. Keine tiefe oder echte Verbindung zu seinen Eltern hatte. Oder schwere Verlusterfahrungen durchleben musste.

Ein solches Kind fand seine emotionale Sicherheit in der Unabhängigkeit. Solche Menschen fühlen sich alleine sicherer, als wenn sie sich mit anderen Menschen beschäftigen müssen.

Denn wie sie früher vorgelebt bekommen haben: Angeknackste und oberflächliche Beziehungen machen keinen Spaß!

Ein starker Wunsch nach vollkommener Unabhängigkeit ist häufig die Angst:

  • verlassen zu werden
  • zu offen, zu verletzlich bzw. zu abhängig gegenüber einer anderen Person zu sein

Hier 2 Wahrheiten, die für klassische „Sich-Selbst-Lieber“ doof sind:

(1) Verletzungen die von anderen Menschen kamen, werden auch von anderen Menschen wieder geheilt. Und zwar in neuen und jetzt gelebten Beziehungen (Freundschaften oder Liebesbeziehungen).

(2) Es ist immer leichter jemand anderes zu lieben als sich selbst. Du tust vielleicht mehr für dein Kind. Oder deine Oma. Oder deinen Partner, als für dich selber. Aber das bedeutet nicht, dass du dich selbst nicht ausreichend liebst. Wir brauchen es, Dinge zu geben. Liebe zu geben. Aber auch Liebe zu fordern. Das ist menschlich. Das macht uns glücklich. Klar kann man es damit auch übertreiben, aber generell gilt: Je mehr du andere ehrlich magst oder liebst oder wertschätzt, desto mehr fühlst du dieses Gefühl der Liebe in dir. Selbstliebe ist Menschenliebe.

Und falls du komplett zu 120% unabhängig sein willst (wie ich früher), dann mach dir klar:

Du wolltest nur die totale Unabhängigkeit, weil du dich tiefe und ehrliche Beziehungen (zu Freunden oder Liebespartnern) wahrscheinlich nicht getraut hast.

Selbstliebe lernen: 5 effektive Selbstliebe Übungen

Nachdem wir mit diesen Missverständnissen aufgeräumt haben, gehen wir jetzt ans Eingemachte!

Für echte Selbstliebe sind 3 Dinge entscheidend:

  1. Dir ist das Wohlergehen der anderen in Beziehungen jeglicher Art wichtig (wer Liebe oder gute Vibes gibt, der fühlt Liebe und bekommt wahrscheinlich auch mehr Liebe zurück)
  2. Andere sind in Beziehungen gut zu dir (wie das Baby Selbstliebe lernt, indem es geliebt wird, so lernst du das auch, indem du von anderen geliebt wirst. Schau also, dass du dich mit guten und authentischen Menschen umgibst)
  3. Selbstakzeptanz

Und die besten Tipps für Selbstakzeptanz, eine bessere Beziehung zu dir selber und eine bessere Beziehung zu anderen, bekommst du jetzt. Wenn du diese folgenden Punkte verinnerlicht hast, erreichst du das, was viele Leute Selbstliebe nennen.

1. Selbstliebe Meditation? Ne, hör einfach auf eine Göre zu sein!

Du, mein Freund, bist weniger wichtig als du denkst! (Ich selber natürlich auch).

Wieso sag ich dir das? Nicht, weil ich dich ärgern will. Im Gegenteil. Lass mich erklären:

Dank Social Media und Medien sind wir geil auf das Gefühl von:

„Alles muss immer super sein! Ich muss immer lachen! Gut drauf sein! Schon wenn ich aufwache muss ich der glücklichste Mensch aller Zeiten sein.“

Gleichzeitig meinen wir, wir dürfen nur zufrieden sein, wenn wir:

  • den Traumjob haben
  • den Traumpartner haben
  • komplett unabhängig sind
  • endlich den Charakter entwickelt haben, den wir uns schon immer gewünscht haben
  • keine Fehler mehr an uns tragen
  • schon morgens tip top vor dem Spiegel aussehen
  • ständig um die Welt reisen, am Strand arbeiten, irgendwas abgefahrenes machen, usw. (wie sich eben jeder auf Social Media zeigt)

Ein zu starkes Streben nach Selbstliebe hat schon viele Menschen dazu gebracht, sich selbst und seine übertriebenen Bedürfnisse etwas zu wichtig zu nehmen. Viele solcher Menschen meinen, die Welt dreht sich nur noch um sie selbst und darum, ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Sie werden egozentrisch.

Solche Menschen haben einige Nachteile im Leben:

  • sie können nicht reflektieren
  • sie können nicht mit Kritik umgehen
  • sie können sich Fehler nicht zugestehen und entschuldigen sich nicht bei anderen
  • deshalb haben sie schlechtere und oberflächlichere Beziehungen
  • sie sind geil auf Bestätigung und Zuspruch von anderen

Solche Menschen haben außerdem riesengroße Erwartungen an sich selbst. Und meinen nur wenn das Leben Tip-Top in allen Bereichen ist, darf man glücklich sein.

Und ich glaube du kannst es dir schon denken:
Dieser Drang nach ständigem Glück und Perfektionismus macht todunglücklich. Deshalb hör auf perfekt sein zu wollen.

Du willst dich selbst mehr lieben? Dann hier die wahre Lösung:

2. Akzeptiere, akzeptiere, akzeptiere

Selbstakzeptanz ist die Lösung!

Du kannst dich nämlich nicht ständig selbst lieben. Aber akzeptieren kannst du immer!

Und zwar, dass du:

  • auch Fehler und Makel hast
  • nicht immer gut gelaunt sein musst und manchmal unglücklich bist
  • Ängste hast und manchmal auch Selbstzweifel
  • nicht alles gut kannst (und auch gar nicht musst!)
  • optische Mäkel hast (sowie jeder andere Mensch auch)
  • im Leben manchmal Misserfolge einstecken musst

Ja, das Leben hat auch Schattenseiten. Und wenn du dich selbst wirklich lieben willst, dann akzeptiere diese Schattenseiten!

Viele Menschen sind ihr Leben lang unglücklich, weil sie eben genau das nicht akzeptieren wollen.

Lösung: Wenn du dich mal nicht selbst liebst oder schlecht fühlst, dann akzeptiere, dass das normal ist. Niemand ist immer glücklich. Bei niemandem läuft immer alles perfekt. Auch, wenn das auf Social Media und im Fernsehen oft so wirkt.

3. Nur wer sich etwas gönnt, gewinnt

Echte Liebe hat immer auch mit anderen Menschen zu tun. So viel wissen wir nun.

Doch trotzdem ist es natürlich wichtig, dass du dir selbst auch das gibst, was du brauchst.

Deshalb gönn dir! Gönn dir:

  • genug Zeit für dich selber, für dich allein. Zeit, in der du nichts erreichen oder machen musst. Zeit in der du machen kannst, was du willst. Ohne Ziel. In der du einfach“spielen“ kannst.
  • Wellness für deinen Körper. Wann hast du das letzte Mal ein entspanntes Bad genommen. Oder dir eine Massage gegönnt? Wer sich selbst liebt, kümmert sich mit Freuden um seinen Körper
  • Bewegung. Denn genau das braucht dein Körper, um Glücksgefühle zu erzeugen
  • Gesundes Essen: Du musst dich nicht immer perfekt ernähren… Aber wer nur Mist isst, fühlt sich schlecht. Das zeugt nicht von Selbstliebe

Gönn nicht nur dir was, sondern auch deinen Freunden und deiner Familie. Gönn ihnen Komplimente. Sag ihnen, wie froh du bist, sie zu haben. Sei ihnen dankbar. Und sei auch dir selbst dankbar.

Selbstliebe hat viel mit Dankbarkeit zu tun. Sei dankbar dafür, wie du bist. Mit all deinen Makeln. Sei dankbar für das, was du alles hast. Und was du alles erreicht hast. Das ist nicht selbstverständlich! Also klopf dir dafür mal ordentlich auf die Schulter!

Und was du dir nicht mehr so oft gönnen solltest:

4. Warum Selbstliebe kein Egoismus ist

Alles im Leben braucht Balance. So auch die Selbstliebe.

Wer sich selbst „zu stark liebt“, zu ernst nimmt, nie für andere da ist, sondern nur für sich selbst und meint, die Welt dreht sich nur um ihn, der wird schon bald traurig und einsam sein.

Genauso auch umgekehrt: Wer anderen einen Gefallen nach dem anderen tut (ohne das eigentlich zu wollen) und sich für andere zum tanzenden Affen macht, um so Liebe und Anerkennung zu bekommen, auch der wird schon bald unglücklich und überfordert sein. In diesem Fall ist es kein Egoismus, wenn du sagst:

„Ich muss leider Nein sagen. Aber das möchte ich jetzt nicht für dich tun.“ Für Menschen mit Helfer-Syndrom ist Grenzen setzen reiner Selbstschutz.

Deshalb achte unbedingt auch auf deine eigenen Bedürfnisse. Aber eben nicht nur auf die Weise a la „Hauptsache mir selbst geht’s gut und alle anderen sind mir scheißegal.“ Wer so denkt, wird garantiert unglücklich. Versprochen 😉

Folgendes hat sich für mich am besten bewährt:
Sorg dafür, dass es dir selber einigermaßen gut geht und dann sei auch für andere da. Wenn es dir selbst gut geht, hast du mehr Energie und bessere Laune. Dann haben auch andere Menschen mehr von dir.

ABER: Du musst nicht zuerst zu 150% glücklich sein, bevor du mal etwas Nettes für jemand anderen machst!

5. Drei tatsächlich funktionierende Affirmationen für mehr Selbstliebe

Wenn du den Artikel von Anfang an gelesen hast, dann hast du bestimmt gemerkt: Ich bin kein großer Fan von Selbstliebe Affirmationen.

Denn Affirmationen müssen real und glaubhaft für dich klingen, damit sie funktionieren.

Und genau 3 dieser Affirmationen, die tatsächlich helfen können, habe ich hier für dich. Lies sie dir immer mal wieder durch und dann werden sie dich bestimmt gelassener machen:

1. Selbstliebe ist optional, aber Akzeptanz ist ein „muss“!

Niemand liebt sich ständig und mag alles an sich. Und krampfhaftes Streben danach macht unglücklich. Akzeptiere, dass du Schwächen und Makel hast. Akzeptiere, dass du nicht alles an dir liebst. Verzeihe dir selbst nicht perfekt zu sein. DAS ist echte Selbstliebe.

2. Selbstliebe ist Menschenliebe. Wenn ich das Gefühl von Liebe vermisse, dann tue ich etwas Nettes für eine andere Person.

Nicht, weil die andere Person mir dann etwas zurückgeben muss. Sondern alleine weil das Geben und etwas Gutes tun sich gut anfühlt. Wenn du ein bestimmtes Gefühl mehr in deinem Leben haben willst, dann gib dieses Gefühl einer anderen Person. In dem du es gibst, erzeugst du dieses Gefühl automatisch in dir selbst. DAS ist echte Selbstliebe.

3. Auch Models, Stars und andere Berühmtheiten zweifeln an sich. Sind manchmal unzufrieden. Häufig sogar unzufriedener als Otto-Normalbürger.

Oftmals sind es Stars und Models, die am unzufriedensten mit sich sind. Denn diese haben sehr hohe Anforderungen an sich selbst. Immer perfekt zu sein, sich gut zu benehmen, freundlich zu wirken und immerzu gut auszusehen.

Alles Anforderungen, die niemals jeder komplett erfüllen kann. Dieser hohe Druck bringt viele regelrecht in die Depression.

Lösung: Diese Anforderungen fallen zu lassen, DAS ist echte Selbstliebe.

Liebst du dich jetzt endlich selbst? Der Selbstliebe Test

Woran erkennst du nun, ob deine Selbstliebe stärker geworden ist?

In erster Linie: Du akzeptierst deine Schattenseiten. Du akzeptierst, dass du dich nicht immer lieben musst. Du lässt los von übertriebenen Anforderungen an dich selber.

Spürst du die Erleichterung?

In zweiter Linie: Du erkennst, dass Selbstliebe sehr wohl etwas mit anderen Menschen zu tun hat! Es ist zwar gut auch mit sich selbst allein im Reinen zu sein. Und sich „selbst zu lieben“. Aber erkenne gleichzeitig, dass du nur echte Selbstliebe empfinden kannst, wenn du:

  1. andere Menschen ehrlich liebst / oder magst
  2. ehrlich von anderen Menschen geliebt / oder gemocht wirst

Allein wenn du diese Tatsachen erkennst, hast du einen großen Schritt in Richtung wahrer Selbstliebe gemacht.

Vielleicht hat nicht jeder dieselbe Menge an Liebe in seiner Kindheit erfahren. Aber das ist kein Problem! Denn echte Liebe kommt nicht nur von der Familie. Du kannst sie überall finden und auch überall geben.

Fazit: Du findest dein Glück nicht in klassischer Selbstliebe!

Das hier ist mein vermutlich emotionalster Artikel.

Das Thema mit der Selbstliebe hat mich lange beschäftigt. Denn ich habe viele Menschen erlebt, die sich mit falscher Selbstliebe für viele Jahre wahnsinnig gemacht haben.

Dir soll das nicht passieren!

Du weißt jetzt, wie es wirklich funktioniert:

  1. Zeig anderen Menschen ehrliches Interesse, Liebe und Aufmerksamkeit
  2. Umgib dich mit Menschen, die sich ehrlich für dich interessieren, dich wertschätzen und/oder „lieben“
  3. Akzeptiere deine Schattenseiten
  4. Hör auf eine Göre zu sein und nimm dich nicht zu wichtig
  5. Gönn dir (und auch deinen Mitmenschen) etwas Gutes
  6. Erkenne, dass wahre Selbstliebe ein Balanceakt ist. Zu wenig ist schlecht. Zu viel ist auch schlecht.

Und wenn dir dieser Beitrag geholfen und Erleichterung verschafft hat, dann trag dich auf jeden Fall in meinen kostenlosen Newsletter ein.

Denn dort bekommst du mehr Infos und Mindset-Updates dieser Art. Updates, die dir sofort mehr Zufriedenheit bringen. Und oftmals sogar ohne, dass du dafür irgendwelche Übungen oder Techniken anwenden brauchst. Häufig sind diese Mindset-Updates in unterhaltsamen und inspirierenden Geschichten aus dem Alltag verpackt.

Verpass das nicht und trag dich jetzt unten ein:

 

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